15.02.2018 - 13:30 Uhr

Fünf Jahre Kinderpalliativ am Klinikum St. Marien Der letzte Weg eines Kindes

Fast 3000 Kinder und Jugendliche leiden in Bayern an einer unheilbaren Krankheit. Mehr als 600 Mädchen und Buben sterben jedes Jahr an einer solchen Erkrankung. Diese zu begleiten, versorgen und ihren Angehörigen mit Rat und Tat beiseite zu stehen hat sich das Kinderpalliativteam Ostbayern am Klinikum St. Marien zur Aufgabe gemacht.

Wenn ein Kind von einer unheilbaren Krankheit betroffen ist und stirbt, bedeutet das für die Familie unendliches Leid. Etwas Hilfe auf diesem Weg erfahren Eltern, Angehörige und die Kinder auf diesem schweren Weg durch das Kinderpalliativteam am Klinikum St. Marien. Bild: Steinbacher
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Das Kinderpalliativteam gibt es mittlerweile seit fünf Jahren. Die speziell ausgebildeten Gesundheits-, Krankenpfleger und Ärzte sind rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr für die Familien da. Auch eine psychologische und seelsorgerische Begleitung wird dazu angeboten.

"Unser Ziel ist es, dass die Kinder möglichst schmerzfrei so lange es geht in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können", erklärt Dr. Andreas Fiedler, Teammitglied und Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche am Amberger Klinikum. "Bei all unseren Bemühungen stehen immer die Bedürfnisse der Kinder und die der Familie im Vordergrund", fügt Karin Borchers, Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin, hinzu. Derzeit betreut das Kinderpalliativteam Ostbayern laut einer Pressemitteilung etwa 70 Familien in der Oberpfalz und in Niederbayern. In den vergangenen fünf Jahren haben die Teammitglieder 124 Kinder und Jugendliche betreut. 46 von ihnen sind mittlerweile verstorben. 38 dieser Kinder konnten dank der Hilfe des Kinderpalliativteams zuhause sterben. In den vergangenen fünf Jahren hat das Kinderpalliativteam Ostbayern nicht nur sehr viel Akzeptanz erfahren, sondern auch viel Unterstützung von den verschiedensten Seiten bekommen. Viele Vereine, Firmen, Stiftungen, andere Organisationen und Privatpersonen haben mit Spenden die Arbeit des Teams unterstützt.

"Das ist wirklich überwältigend", sagt Fiedler. "Wir danken allen, die uns immer wieder unterstützen. Die betroffenen Kinder und deren Familien brauchen unsere Hilfe dringend - mit Spenden wie dieser können wir diese Hilfe noch schneller dahin bringen, wo sie gebraucht wird." Wer das Kinderpalliativteam Ostbayern unterstützen möchte: Sparkasse Amberg-Sulzbach, Kontonummer 21163597, Bankleitzahl 752 50 000 (IBAN DE09752500000021163597; BIC BYLADEM1ABG), Verwendungszweck "SAPPV".

Unser Ziel ist es, dass die Kinder möglichst schmerzfrei so lange es geht in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können.Dr. Andreas Fiedler, Chefarzt der Kinderklinik
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