Gebenbacher Bank-Dieb heute vor Schöffengericht
Mit 72 652 Euro auf und davon

Amberg/Gebenbach. Der Fall sorgte Ende September vergangenen Jahres bundesweit für Aufsehen: Ein im Dienste der Volks- und Raiffeisenbank (VR-Bank) Amberg stehender 75-Jähriger soll aus der Filiale des Geldinstituts in Gebenbach einen "größeren fünfstelligen Betrag" gestohlen haben. Heute um 13 Uhr steht der mutmaßliche Täter in Amberg vor Gericht. Das Schöffengericht tagt öffentlich im Sitzungssaal 1 des Amtsgerichtes.

Verdächtiger stellt sich

Die Ermittlungsbehörden hielten sich mit Details zur Höhe der Beute zurück. Mittlerweile aber ist die Summe bekannt: 72 652 Euro steckte der Dieb ein und verschwand zunächst spurlos. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften suchte in den Bankräumen nach Spuren. Noch am Tattag stellte sich heraus, dass es sich bei dem Verdächtigen um einen 75 Jahre alten Amberger handelte, den die Bank für Hausmeistertätigkeiten beschäftigt hatte. Eine sofortige Wohnungsdurchsuchung brachte nicht den erhofften Erfolg. Der Mann hatte sich aus dem Staub gemacht. Etwa einen Monat nach dem Diebstahl stellte sich der Verdächtige nach Polizeiangaben aber selbst und legte ein umfassendes Geständnis ab. Jedoch äußerte er sich damals nicht zu seinen Motiven.

Licht ins Dunkel zu bringen versucht heute Richter Markus Sand. Der Tatvorwurf lautet auf einfachen Diebstahl. Von Raub war nie die Rede. Laut Polizei habe ein Großteil der Beute sichergestellt werden können. Kurz nachdem sich der Gesuchte im Oktober stellte, eröffnete ihm ein Ermittlungsrichter den Haftbefehl. Dieser wurde jedoch unter Auflagen außer Vollzug gesetzt.
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