08.01.2018 - 17:10 Uhr
Oberpfalz

Gefundene Haare viel zu fein Kollision wohl doch nicht mit Wolf

Ein Wolf! Das war der erste Eindruck, den ein 70-jähriger Pkw-Fahrer und seine Ehefrau hatten, als am Samstagabend ihr Wagen am Mariahilfbergweg mit einem größeren Tier kollidierte. Doch ein Experte konnte Entwarnung geben.

Symbolbild: Stephan Jansen dpa/lby
von Markus Müller Kontakt Profil

Das Ehepaar erschrak sehr, als ein Tier von links aus dem Wald kam, gegen die Fahrerseite des Autos prallte und anschließend weiterlief. Sie beschrieben der Polizei das Tier als sehr hoch mit hellem Fell. Beide vermuteten, einen Wolf gesehen zu haben. Auf der Beifahrerseite waren neben einer Delle helle Tierhaare in größerem Umfang vorhanden.

Die Polizei sicherte die Haare und ließ sie von Rudolf Leitl begutachten, den ehrenamtlich bestellten Netzwerker für große Beutegreifer. Laut Leitl handelt es sich dabei eindeutig nicht um die Haare eines Wolfs: "Die Haare sind so fein strukturiert, die können definitiv nicht von einem Wolf stammen." Der Experte schließt auch jedes andere hundeartige Tier aus, die Haare deuteten am ehesten auf eine Katze oder einen Hasen hin. Zudem wäre es nach Leitls Auffassung für einen Wolf sehr untypisch, sich in einem Gebiet aufzuhalten, das derart stark von Hunden frequentiert wird wie der Mariahilfberg.

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