Gewinner des Planspiels Börse 2017 von der Sparkasse ausgezeichnet
Mit dem richtigen Riecher für Profit

Kathrin Schmidt (links), Abteilung Marketing und Kommunikation, die Gruppenbetreuer Claudia Landsammer und Sebastian Hirsch (Mitte) sowie Börsenexpertin Stefanie Seger (rechts) freuten sich mit den Schülern und Schulleitern über den erfolgreichen Abschluss des Planspiels Börse. Bild: Hartl

Dass das Spekulieren an der Börse Spaß machen kann, davon haben sich Schüler aus Amberg und Sulzbach-Rosenberg überzeugen lassen. Beim Planspiel Börse der Sparkasse kauften sie Wertpapiere mit virtuellem Spielgeld. Bei der Siegerehrung war den Nachwuchs-Brokern auch ein Investgeheimnis zu entlocken.

Die Ausgangslage war für alle teilnehmenden Schüler der 31 Teams dieselbe: zehn Wochen Zeit und je 50 000 Euro virtuelles Startkapital. Wer das glücklichste Händchen an der Börse hatte, hat sich nun bei der Siegerehrung in Amberg gezeigt. Die Wertpapierspezialistin der Sparkasse, Stefanie Seger, zeichnete die drei erfolgreichsten Teams sowie die Gruppe aus, die in die nachhaltigsten Aktien investierte.

Zur richtigen Zeit die richtigen Aktien hatte "No risk, no profit". Das Team besteht aus Andreas Heinrich, Leon Freller, Bastian Harrer, Nadine Piller, Verena Fleischmann, Lukas Heil und Lisa Batek von der städtischen Wirtschaftsschule. Am Ende standen bei ihnen 3556 Euro Plus im virtuellen Depot. Damit gehören sie zu dem einen Prozent der besten Spielgruppen in Deutschland.

Ihre Strategie? "Einfach drauflos kaufen", antworteten die Schüler. Dafür erhielten sie von ihrem Paten Sebastian Hirsch, Berater in der Marienstraße, 175 Euro - natürlich echtes Geld. Über 150 Euro durften sich die "Bokoyoko Börsenfüchse" der Schönwerth-Realschule freuen. Leonie Hirsch, Fabian Müller, Benjamin Meier, Nick Weber, Marcus Schmidt, Bastian Götz und Elena Flierl konnten ein Plus von 2877 Euro verzeichnen. Dies erzielten sie vor allem mit Aktien des Internetriesen Amazon und des Luxus-Labels Louis Vuitton. Claudia Landsammer, Filialleiterin in der Welserstraße, betreute die beiden Gruppen.

Der dritte Platz ging an die "EGAG" des Erasmus-Gymnasiums mit Aaron Weiß, Paula Nagler, Louisa Brandt, Sophie Strobel, Manuel Pfitzner, Josef Schatz, Thomas Neubauer und Leo Ringer. Sie erwirtschafteten durch geschicktes Kaufen und Verkaufen von zum Beispiel Lufthansa-Aktien ein virtuelles Plus von 2500 Euro. Dafür erhielten sie 100 Euro .

Selbst beim Planspiel Börse ist Gewinn nicht immer alles: Daher untersuchte Seger die Gruppen nicht nur auf ihr finanzielles Geschick hin, sondern auch unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit. Abzug gab es für Firmen, die zum Beispiel Kinderarbeit, Menschenausbeutung oder Umweltverschmutzung betreiben. Die "Hahnbacher" des Herzog-Christian-August-Gymnasiums Sulzbach-Rosenberg erhielten den mit 50 Euro dotierten Nachhaltigkeitspreis. Jakob Hofmann, Leon Segerer, Jonas Lindner, Maximilian Rubenbauer und Christoph Graml investierten in den Elektro-Autohersteller Tesla, Treiber- und Software-Entwickler Intel sowie in Amazon und in das Technologieunternehmen Apple.

Lernen fürs LebenDas Planspiel Börse ist ein weltweites Phänomen. Im vergangenen Jahr nahmen 120 000 Teams aus 17 Ländern daran teil. Der internationale Charakter sei laut einer Pressemitteilung der Sparkasse, eine Besonderheit des Wettbewerbs. Neben Teams aus Europa waren auch junge Spielgruppen aus Ländern wie Armenien, Ecuador, El Salvador, Mexiko und Russland dabei.

Kathrin Schmidt von der Marketingabteilung erklärte, dass die europäischen Sparkassen mit dem Planspiel finanzielle Bildung spannend und praxisnah vermitteln wollen. "Diese direkten Erfahrungen prägen ein besseres Wirtschaftsverständnis, wovon die Teilnehmer auch später bei eigenen Finanzentscheidungen profitieren." Die Börse zum Anfassen sozusagen. (anv)
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