12.01.2018 - 17:00 Uhr
Oberpfalz

Häftlinge verletzen Justizbeamten Übergriff im Gefängnis

Am Sonntag feierten rund 100 Häftlinge in der Kirche der Justizvollzugsanstalt (JVA) noch einen friedlichen Weihnachtsgottesdienst mit dem Regensburger Diözesanbischof und den Sternsingern von St. Martin. Kurz darauf ging es hinter den Mauern der Einrichtung an der Werner-von-Siemens-Straße weniger feierlich zu: Gefangene versuchten auszubrechen, verletzten einen Justizbeamten.

Hinter den Gefängnismauern der JVA Amberg haben Häftlinge einen Justizbeamten angegriffen.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Unbestätigten Informationen zufolge sollen mindestens zwei Gefangene gemeinsam versucht haben, einen Anstaltsbeamten zu überwältigen - somit würde es sich um einen Fall von Meuterei handeln, für den es im Strafgesetzbuch einen eigenen Paragrafen gibt. Bei dem Übergriff soll der JVA-Bedienstete Verletzungen davongetragen haben. Welche, das ist bislang nicht bekannt. Anstaltsleiter Peter Möbius bestätigte auf Nachfrage nur, dass es einen Übergriff gab, zu den genaueren Umständen wollte er sich aber nicht äußern. Die JVA habe Strafanzeige gestellt, erklärte er. Somit liegt der Fall bei der Staatsanwaltschaft, die am Freitag aber für Presseauskünfte nicht zu erreichen war.

"Gefangene, die sich zusammenrotten und mit vereinten Kräften einen Anstaltsbeamten ... nötigen oder tätlich angreifen ..., werden mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft", heißt es im Paragraf 121 des Strafgesetzbuches. In besonders schweren Fällen können Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren verhängt werden.

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