Hubert Bucher wirkt 50 Jahre in Südafrika
Ein Leben als Missionsbischof

Der ehemalige Missionsbischof Hubert Bucher kann viel und lebendig über sein Wirken in Südafrika erzählen. Bild: Ringeisen/exb

Mit dem 1931 in Regensburg geborenen früheren Bischof Hubert Bucher referierte kürzlich an den Johanna-Decker-Schulen vor Schülerinnen der 5., 6., 9. und 10. Klassen ein Missionar, der 59 Jahre in Südafrika als Seelsorger wirkte. Bucher machte darüber hinaus deutlich, dass er dem Rosenkranz-Gebet eine hohe Bedeutung zumisst, heißt es in einer Pressemitteilung.

Auf seine Biografie eingehend, erzählte der frühere Bischof, dass er als Abiturient eigentlich Tierarzt habe werden wollen. Er habe sogar 1951 ein Stipendium für ein Auslandsjahr in den USA erhalten und wahrgenommen. Dort sei ihm dann seine Berufung zum Priesteramt bewusst geworden, um sich ab 1952 im Regensburger Priesterseminar auf seine Weihe im Jahr 1957 vorzubereiten.

Nach einer Station als Kaplan in Teublitz (Landkreis Schwandorf) sei er auf persönlichen Wunsch nach Südafrika gesandt worden. Nach der Promotion war Bucher von 1972 bis 1975 in der katholischen Chiro-Jugendbewegung in Südafrika tätig, ehe er 1976 Bischof der südafrikanischen Diözese Bethlehem in der Provinz Oranje Vrystaat wurde. Bis 2009 wirkte er in diesem Amt.

Der Referent konnte mithin den Schülerinnen viel über die Apartheid und Benachteiligung der "schwarzen Mehrheit durch die weiße Minderheit" erzählen. Bucher schilderte, dass er zahlreiche Kirchen und Schulen habe bauen lassen, um mittels Bildung und Glaubensvermittlung der unterdrückten Mehrheit der Menschen in Südafrika zu mehr Rechten verhelfen zu können. So habe er auch einmal den ersten Staatspräsidenten des heutigen Südafrika, Nelson Mandela, kennengelernt.

Der emeritierte Bischof brachte seinen Zuhörerinnen zudem das Rosenkranzgebet als ein zentrales Element einer lebendigen Religiosität sehr anschaulich näher. Mit einigen Ausführungen zu den Marienerscheinungen von Fatima, die sich 2017 zum 100. Mal jährten, bat Bucher die Schülerinnen, das Rosenkranzgebet regelmäßig zu pflegen.
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