In Amberg bis zu zwölf Stunden für 2,50 oder 1,50 Euro parken
Stellplatz zum Schnäppchenpreis

Der künftige Nachttarif - 12 Stunden parken für 1,50 Euro - gilt auch für die Garage am Kurfürstenbad. Bilder: Steinbacher (2)
 
Für Pendler, Einkaufsbummler oder diejenigen, die in der Innenstadt arbeiten, könnte das interessant werden: Wer sein Auto in der Ziegeltor-Tiefgarage abstellt, kann dort tagsüber bis zu 12 Stunden für 2,50 Euro parken. Gültig ist der neue Tarif ab Mittwoch, 1. Februar.

Für Autofahrer fängt das neue Jahr gut an: Tagsüber bis zu 12 Stunden parken und nur 2,50 Euro zahlen - die Stadtwerke machen's möglich in der Tiefgarage am Ziegeltor. Dort und in der Kufü-Garage wird's nachts sogar noch günstiger: 12 Stunden für 1,50 Euro. "Alter Schwede!"

Amberg. (kan) Diese Redewendung hat der Betreiber, die Stadtwerke, auf sein Werbeplakat zu diesem neuen Angebot geschrieben. Für die 2,50-Euro-Offerte haben sie sich den Spruch "Wie cool ist das denn!" ausgesucht. Der 12-Stunden-Tagespreis gilt ab Mittwoch, 1. Februar, der Nachttarif (19 bis 8 Uhr) auch. Mit diesen Maßnahmen wollen die Stadtwerke die bisher nicht zufriedenstellende Auslastung steigern und die Betriebskosten senken, betonte ihr Geschäftsführer Dr. Stephan Prechtl.

Der Preishit untertags, für den ein Flexi-Ticket eingeführt wird, richtet sich vor allem an Pendler, Mitarbeiter des Einzelhandels in der Innenstadt und die Leute, die dort einkaufen wollen. Zunächst kann das Flexi-Ticket nur an der Kasse des Kurfürstenbades erworben und mit bis zu 20 Euro aufgeladen werden, erläuterte Günter Schwarzer, Betriebsleiter der Stadtwerke Amberg Bäder & Park GmbH. Mitte des Jahres werde in den Garagen ein neues Kassensystem installiert, das dann eine Aufladung direkt am Automaten ermöglicht.

Kleiner Wermutstropfen: Ebenfalls ab 1. Februar ist das kostenfreie Parken in der ersten Stunde Vergangenheit. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit. Die Stadtwerke führen hier für ihre Entscheidung die steigenden Kosten für Wartung und Unterhalt ins Feld. Inzwischen zum Teil eine "sehr kostspielige" Angelegenheit, wie Prechtl meinte. Schließlich sei die Kufü-Garage (knapp 200 Plätze) bereits 1994 gebaut worden, die Ziegeltor-Garage (ebenfalls rund 200 Stellplätze) 1997.

Die gute Nachricht für die Gäste des Bades: "Sie parken weiterhin kostenfrei", hob Prechtl hervor. Nach dem Schwimmen oder dem Saunabesuch können sie den Parkschein wie gehabt an der Kasse freistempeln lassen.


Ein Lob den Stadtwerken - Angemerkt von Jürgen KandzioraAndere wären froh, wenn sie so zentrumsnahe Stellplätze hätten. Die Qualität der Ziegeltor-Garage wird gerne mal unterschätzt. Dabei ist sie bequem zu befahren und nur drei Minuten Fußweg oder 500 Meter vom Marktplatz entfernt. Fast perfekt. Und wer sich ab 1. Februar das neue Flexi-Ticket besorgt, kann sein Auto tagsüber bis zu zwölf Stunden zum Dumpingpreis stehen lassen. Nur 2,50 Euro - perfekt. Nicht nur bei Frost, Schnee oder Eisregen höchst interessant. Auch im Sommer, wenn's so richtig heiß ist. Dazu noch ein Nachttarif für schmale 1,50 Euro, der auch für die Garage beim Kurfürstenbad gilt: Die Stadtwerke haben sich ein Lob verdient.

Sie haben mit diesen neuen Angeboten aber auch die Wirtschaftlichkeit der beiden Tiefgaragen im Blick und hoffen, dass sich ihre Idee positiv in der Kasse niederschlägt. Das Defizit betrug zuletzt mehrere Hunderttausend Euro.

Noch einer darf sich freuen: Bernhard Mitko von der Stadt, unter anderem der Projektleiter für die Ausschreibung des neuen Parkhauses an der Marienstraße. Das Stadtwerke-Angebot kommt ihm gerade recht als Alternative für all die Pendler, die im Dienstleistungszentrum ihre Parkplätze verlieren, wenn dort der Bau beginnt. Der Fußweg von der Ziegeltor-Garage zum Bahnhof ist in etwa genauso kurz wie von der Marienstraße.
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