Interesse an Jagdschein ungebrochen
Viele wollen Jäger werden

Die Bläsergruppe des Jagdverbandes kann unter der Leitung von Hans Saller heuer ihr 60-jähriges Bestehen feiern. Bilder: Hubert Uschald (2)
 
Kreisgruppenvorsitzender Franz Erras (Bild) und die Obmänner stehen den Mitgliedern mit Rat und Tat zu Seite.

Das Interesse, sich zum Jäger ausbilden zu lassen, hält im Bereich der Kreisgruppe Amberg des Bayerischen Jagdverbands (BJV) unvermindert an. Deutlich wird das bei der Jahreshauptversammlung, in der die Jagdhornbläser die 60-Jahr-Feier ihrer Gruppe ankündigen.

Amberg. (usc) Innerhalb der von Franz Erras (Hahnbach) geleiteten Kreisgruppe gibt es sehr aktive Obmannschaften: die Bläser, die Hunde-Ausbilder und die Jungjäger. Bei dem Treffen im Heim der Amberger Feuerschützen am Kugelfang berichtete Ekkehard Zink von sehr guten Prüfungsergebnissen. Die Gruppe betreut auch ein eigenes Naturschutzprojekt bei Freudenberg.

Laut Zink stiegen in den vergangenen Jahren in der Region und auch bayernweit die Teilnehmerzahlen bei Ausbildungskursen: "Das Interesse am Jagdschein ist aktuell ungebrochen hoch." Zink zufolge sind 2017 aus dem Lehrgang der Kreisgruppe 20 Teilnehmer zur Prüfung angetreten, 19 haben bestanden. Im aktuellen Kurs haben alle 17 die schriftliche Prüfung gemeistert. Der mündliche und praktische Teil steht nun im März auf dem Programm.

Kreisgruppenchef Franz Erras lobte die große Beteiligung am Übungsschießen am Schießstand in der Nähe von Hahnbach. Dort bietet Schießobmann Karl-Heinz Beck individuelle Beratung an, dort kann jeder Jäger seine Waffe in Ruhe und stressfrei einschießen. Beck hilft auch dabei, Mängel zu beheben. Positiv sind seine Erfahrungen beim Einsatz von Schalldämpfern, wie er in seinem Jahresbericht erläuterte.

56 Zusammenkünfte hatte die 15-köpfige Bläsergruppe, wie dem Bericht ihres Leiters, Hans Saller, zu entnehmen war. Mit ihren Jagdsignalen umrahmte die Gruppe beispielsweise Reh- und Rotwildschauen, den Jägertag, den Jagdhundetag und die Hubertusfeier. Mit Blick auf die bevorstehende 60-Jahr-Feier erinnerte Saller an viele Auszeichnungen, die die Gruppe bei Bläserwettbewerben auf Bundes- und Landesebene bereits erworben hat. Schwierig gestaltet sich die Gewinnung von Bläsernachwuchs, hieß es. Hunde-Obfrau Ute Ehebauer blickte auf einen gut besetzten Hundeführerlehrgang zurück. Am Ende absolvierten 15 Begleit- und sieben Jagdhunde aller Rassen die Dressurprüfung sowie den Abschluss des Grundgehorsams. Acht Hunde wurden zur Brauchbarkeitsprüfung vorgestellt, vier zur Nachsuche auf Niederwild und Schalenwild, vier auf Schalenwild.

Abwechslungsreich war das Programm der Jungjägergruppe, die Andreas Geilersdörfer leitet. Dazu gehörten Seminarbesuche beim Landesjägertreffen, Schießtrainings und Waffenkunde. Heuer steht unter anderem ein Informationstag im Kindergarten Poppenricht an.

Wildland-StiftungPeter Fröhlich, im Kreisvorstand als Naturschutzbeauftragter engagiert, verwies bei dem Treffen auf seine Mitarbeit im Naturpark Hirschwald, im Landschaftspflegeverband, in der Unteren Naturschutzbehörde, in den Naturschutzverbänden und im Kreisberatungsausschuss des Bauernverbandes. Er berichtete zudem über das BJV-Projekt Wildland-Stiftung in der Gemeinde Freudenberg. Konkret geht es unter anderem um die Renaturierung von kleinen Teichen am Hennenbach. Die Fläche liegt oberhalb von Wutschdorf und soll wieder in einen naturnahen Zustand zurückgeführt werden.

Im Vorjahr wurden laut Fröhlich einige wesentliche Schritte unternommen. Im Februar 2017 wurden die Gebäude abgebrochen und samt verbliebenem Inventar entsorgt beziehungsweise wiederverwertet. Die Wiesenfläche hat der Bayerische Jagdverband an einen Landwirt verpachtet und die naturnahe Bewirtschaftung über das Vertragsnaturschutzprogramm abgesichert. In den Folgemonaten wurde die Planung für die Umbaumaßnahmen an den Teichen in Angriff genommen. Anfang Dezember erfolgten die wesentlichen Erdarbeiten. Die Dämme wurden verstärkt und zum Bach hin verbreitert. Das kostenlos bereitgestellte Material stammt von der Straßenbaumaßnahme Umfahrung Mertenberg.

Heuer stehen nach Auswinterung der Teiche die Sanierung der Mönche und die Bespannung der Wasserflächen an, dazu kleinere Sicherungen am Bach sowie Biotop-Optimierungen. Falls notwendig und sinnvoll, erfolgen auch Anpflanzungen. Die für das Projekt veranschlagten Kosten von 70 000 Euro, bereitgestellt aus Mitteln des Landkreis-Ausgleichsfonds, werden nach Fröhlichs Einschätzung nicht überschritten. (usc)
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