12.02.2018 - 20:10 Uhr

Interview Früher Lehrerin, jetzt Dramaturgin

Regensburg. Der Beruf von Kathrin Liebhäuser heißt "Dramaturgin".

Kathrin Liebhäuser hat eine abwechslungsreiche Berufslaufbahn hinter sich. Bild: hfz
von Redaktion OnetzProfil

Welchen Beruf üben sie genau aus?

Kathrin Liebhäuser: Ich bin Musikdramaturgin. Ich arbeite im Hintergrund, nicht auf der Bühne. Erstens bin ich Teil der Theaterleitung und darf mitentscheiden, welche Stücke in einer Spielzeit gespielt werden. Ich bin auch dabei, wenn neue Sängerinnen und Sänger engagiert werden.

Der zweite Bereich meiner Arbeit ist die Produktionsdramaturgie: Ich arbeite eng mit den Leuten zusammen, die ein neues Stück auf die Bühne bringen. Das sind der Regisseur, der Bühnenbildner, der Kostümbildner und natürlich der Dirigent, denn ich mache ja Musiktheater. Gemeinsam entscheiden wir, wie ein Stück gespielt werden soll. Sind dann die Proben losgegangen, achte ich darauf, dass alles gut läuft.

Drittens schreibe ich in meinem Beruf viel: die Programmhefte für die neuen Stücke, Artikel für die Theaterzeitung, ich halte Einführungen und moderiere manchmal Konzerte.

Welche Ausbildung haben Sie dafür gemacht?:

Ich habe Literaturwissenschaft, Musikwissenschaft, Französisch und Italienisch studiert. Während meines Studiums war ich ein Jahr in Frankreich. Erst habe ich in Lyon an einem Gymnasium Deutsch unterrichtet, dann habe ich in Paris bei einer Plattenfirma gearbeitet. Als Musikdramaturgin habe ich fünf Jahre lang am Landestheater Coburg gearbeitet.

Wie sind Sie zu Ihrem Beruf gekommen?

Ich habe zwei Jahre am Theater Augsburg als Praktikantin in der Dramaturgie gearbeitet. Das hat mir echt Spaß gemacht. Der Beruf ist anstrengend, aber schön.

Welche Arbeitsmittel haben Sie?

Ich brauche viele Bücher, CDs, einen Computer und ein Handy.

Wie lange dauert es, eine Aufführung zu inszenieren?

Es dauert etwa zwei Monate, bis ein Stück auf der Bühne ist.

Was ist Ihr größter Wunsch?

Ich möchte lange arbeiten und meinen zwei Kindern soll es immer gut gehen.

Das Interview führten Lena, Domenik, Leni, Vassilios, Vanessa und Fiona, Klasse 5b der Luitpoldmittelschule Amberg

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