20.04.2018 - 12:04 Uhr
Oberpfalz

Ist das Kunst oder kann das weg? Anwohner rätseln über Metall-Stele

Es steht am Straßenrand und ist eingerahmt von grauem Pflaster und rot-weißen Warnbaken - ein metallenes Objekt, das etwa zwei Meter in die Höhe ragt. "Ist das Kunst oder kann das weg?", fragte ein Anwohner augenzwinkernd bei der Redaktion nach. Die Antwort: Es kann natürlich nicht weg!

Die Metall-Stele in der Amberger Frühlingsstraße erinnert künftig an die Montangeschichte der Stadt.
von Uli Piehler Kontakt Profil

"Bei der Metall-Stele handelt es sich um das Innere eines Oktogons (eins Achtecks, Anm. d. Red.), das aber erst nach Abschluss der Erschließungsarbeiten im Baugebiet Drillingsfeld fertiggestellt wird", teilte die Pressestelle der Stadt mit. Dann wird die Stele - die einen stilisierten Rennofen darstellen soll - mit acht Informationstafeln bestückt, die vom Büro Wilhelm gestaltet wurden und mit einem Text des Archäologen Mathias Hensch versehen sind.

Der Namen Rennofen kommt von "rinnen": Das Eisenerz wurde in einem Kessel eingeschmolzen. Am Fuß des Kessels rann das flüssige Erz heraus. Die Stadt erinnert damit an die Montangeschichte Ambergs und an die Eisenverhüttung, bei der auch das Drillingsfeld eine Rolle gespielt hat. Hier wurde ja ein großer Kohlenmeiler-Platz ausgegraben. Köhler haben auf dem Areal vor hunderten Jahren die Holzkohlen hergestellt, die zur Verhüttung des Erzes gebraucht wurden. Bild: Reiner Fröhlich

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