Karin Fleischer stellt in Stadtgalerie aus
Musik als inspirierende Quelle

Karin Fleischer. Bild: hfz


Schreibwerkstatt, Filmabend und VortragKarin Fleischer, geboren in Königsberg, absolvierte von 1966 bis 1974 an der Hochschule für bildende Künste in Berlin ein Studium und schloss dieses als Meisterschülerin von Professor Hann Trier ab. Ihr Atelier hat die Künstlerin in Laaber, ihre bevorzugten Arbeitsgebiete sind neben den Simultanzeichnungen Farbradierungen, Kupferstiche und Plein-air-Zeichnungen sowie Frottage-Installationen. Von 2008 bis 2013 war Fleischer Mitglied der Produzentengalerie en passant in Berlin-Mitte. Ihre Arbeiten wurden mit mehreren Stipendien gewürdigt. So war sie zuletzt 2014 über das Oberpfälzer Künstlerhaus Schwandorf am Virginia Center of Creative Arts in den USA, vor zwei Jahren war sie erneut als Artist in Residence im Cill Rialaig Project, Co. im irischen Kerry tätig. In Regensburg initiierte sie das multimediale Projekt ZwischenZeiten, dass von 1998 bis 2003 Bild, Musik und Tanz in die Kirchen von Regensburg und München brachte.

Zur Ausstellung in der Stadtgalerie gehören eine Schreibwerkstatt am Samstag und Sonntag, 28. und 29. Januar (Anmeldung über die Volkshochschule), ein Filmabend und ein Vortrag zur Synästhesie mit Hörstationen und anschließendem Rundgang. Die Exponate von Karin Fleischer sind bis Sonntag, 19. Februar, zu den Öffnungszeiten des Stadtmuseums zu sehen.

Eine ungewöhnliche Überschrift trägt die Ausstellung, mit der morgen um 19.30 Uhr das Veranstaltungsjahr in der Stadtgalerie Alte Feuerwache eröffnet wird: "Vom Konzert der Sinne". Hinter diesem Titel verbirgt sich eine Präsentation mit Zeichnungen, die Künstlerin Karin Fleischer bei Konzertaufführungen von moderner und zeitgenössischer sowie alter Musik simultan anfertigte. Nicht die greifbare Wirklichkeit, sondern die nicht fassbare und unkörperliche Musik ist die Quelle ihrer Inspiration, heißt es in einer Pressemitteilung. Das verdeutlicht, wie grenzüberschreitend das Unterfangen ist: Fleischer wendet sich als Ausgangspunkt ihres Schaffens einem akustischen, flüchtigen Phänomen zu und erfasst das Unsichtbare mit den Mitteln der Malerei. Das entspricht einer Aussage Paul Klees: "Kunst gibt nicht das Sichtbare wieder, sondern macht sichtbar."

Im Gegenzug hat sich Kulturförderpreisträgerin Katrin Klose von den Zeichnungen inspirieren lassen, die Fleischer 2015 im Stadttheater zu Kompositionen von Karl Heinz Stockhausen und Urmas Sisask simultan gezeichnet hat. "Flammentanz" und "Eruption" bildeten die Basis für Kloses Komposition "feuertänzer. funken", die bei der Vernissage morgen uraufgeführt wird.

Dazu werden Predrag Tomíc (Akkordeon) und Nico Nesyba (Violoncello) zu hören sein. Zugleich wird die Edition "feuertänzer. funken" aus dem Laurentius Musik Verlag vorgestellt, die mit Hilfe des Kulturreferats herausgegeben wurde.
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