28.06.2017 - 11:06 Uhr
Oberpfalz

Klinikum stellt Integrative Onkologie vor und sucht Unterstützer Gemeinsam und ganzheitlich gegen Krebs

Krebs. Diese Diagnose ist ein Schock für die Betroffenen. Und sie macht Angst: Angst vor der Erkrankung, vor möglichen Nebenwirkungen, die die Behandlung mit sich bringen kann, aber auch davor, selbst nichts zur Heilung beitragen zu können. Damit Krebspatienten wieder ein Stück mehr Selbstbestimmtheit und Lebensqualität zurückbekommen und lernen, wie sie selbst aktiv zu ihrer Genesung beitragen können, ist am Klinikum St. Marien das Projekt Integrative Onkologie ins Leben gerufen worden.

Ludwig Fischer von Weikersthal, Leiter des Onkologischen Zentrums.
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

"Es gibt viele Dinge, die Betroffene tun können", erklärt Dr. Ludwig Fischer von Weikersthal, der Ärztliche Leiter des zertifizierten Onkologischen Zentrums am Klinikum. "Man weiß mittlerweile, dass beispielsweise Ernährung, Bewegung und Entspannung eine positive Rolle bei der Genesung spielen. Zusätzlich zur Schulmedizin sind solche sogenannten komplementären Maßnahmen eine wichtige Ergänzung. Deshalb ist uns das Projekt der Integrativen Onkologie auch so wichtig: Sie vereint die komplementäre Medizin mit den modernsten Verfahren der Schulmedizin - so können wir unsere Patienten ganzheitlich therapieren." Derzeit wird die Integrative Onkologie nicht von den Krankenkassen finanziert. "Trotzdem möchten wir unseren Patienten möglichst bald auch komplementäre Therapiemöglichkeiten anbieten", ergänzt Ärztlicher Direktor Harald Hollnberger, der auch administrativer Leiter des Onkologischen Zentrums ist. "Denn die positive Wirkung integrativer Behandlungsformen bei der Krebstherapie ist in großen Krebszentren in den USA bereits belegt worden."

Jetzt werden Unterstützer für das Projekt gesucht. Deshalb laden die Verantwortlichen des Onkologischen Zentrums am Mittwoch, 5. Juli, zu einer Informationsveranstaltung über die Integrative Onkologie ein. Unter dem Motto "Info trifft Kultur" wird das Projekt vorgestellt. Die musikalische Begleitung kommt vom Blue Note Project. Los geht es ab 18 Uhr im Patientengarten.

Die Veranstaltung ist kostenlos und richtet sich an Patienten, Angehörige und Interessierte, die die Integrative Onkologie vielleicht unterstützen möchten. Bei schlechtem Wetter wird das Programm in den Speisesaal des Klinikums verlegt.

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