13.03.2018 - 07:40 Uhr

Leserbrief Bundeswehr geht, Investor kommt?

Leserbrief zum Artikel "Ende der Garnisonsstadt":

von Redaktion OnetzProfil

Die in den vergangenen Jahren angestoßenen großen Bauprojekte, die die Stadt Amberg langfristig prägen werden, stecken noch in den Kinderschuhen, und schon steht ein weiteres Großprojekt auf dem Plan - die Leopoldkaserne. Dem Bericht vom vergangenen Wochenende ist zu entnehmen, dass das derzeit noch in Bundeshand befindliche Areal sicher zu großen Teilen an die Stadt fallen wird.

Diese wird dann mit ihren städtischen Tochtergesellschaften ein ähnliches Ringelreihen und Investoren-Geschacher veranstalten wie beim ehemaligen Bürgerspital, der Neuen Münze oder dem neuen Parkdeck in der Marienstraße. Immer wieder war zu lesen, dass die Stadt nicht über die personellen Ressourcen für diese Großprojekte verfüge und deshalb externen Partnern die Federführung übergeben hat. Allerdings wird es wohl jedem einigermaßen gebildeten Kaufmann und Unternehmer einleuchten: Wenn ein bereits seit einigen Jahren andauernder Personalengpass sich auch in Zukunft weiter fortsetzen wird, sollte man die Idee der Personalaufstockung in Erwägung ziehen. Der aufgestockte Personalstamm könnte dann die Projekte in Eigenregie planen und auf die Interessen der Bürger der Region und der Stadt und nicht auf die der Investoren Rücksicht nehmen. Ansonsten wird es mit den hochgelobten Investoren eventuell so enden wie im benachbarten Sulzbach-Rosenberg mit seinem fast leerstehenden Liliencenter. Denn bei einem deutschlandweit aktiven Investor ist die eigene Rendite wichtig, nicht die nachhaltige Entwicklung einer einzelnen Region.

Tommy Rothut, Amberg

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