Martinsturm lüftet weiteres Stück der Bauplane und zeigt neue Zeiger
Es wird Zeit für Rückkehr der Uhr

Es ist nicht nur fünf nach zwölf, sondern schon nach eins und damit höchste Eisenbahn, dass die Zeiger der Martinsturmuhr wieder einrücken. Bild: Hartl

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät? Ja, ist es, wird mancher auf die Frage von Paulchen Panther antworten und ergänzen: Zeit wird's, dass die Turmuhr an der Martinskirche wieder sichtbar wird.

Gut zwei Jahre war sie unter Gerüst und Bauplane verhüllt, wurde zuletzt ebenso einer Renovierung unterzogen wie das Mauerwerk, das noch bis Ende 2017 aufwendig saniert wird. Kurz vor Weihnachten aber bekommen die Bürger, die Ambergs größtes und am höchsten gelegenes Zeiteisen beim Blick auf den Turm schon schwer vermisst haben, ein Geschenk: Die Uhr kehrt zurück - besser gesagt sind es die derzeit fehlenden Zeiger, deren Instandsetzung durch Fachleute nun abgeschlossen ist. Das bestätigten Carola Setz, die zuständige Architektin der seit insgesamt über drei Jahren laufenden Turmsanierung, und St. Martins Kirchenpfleger Josef Beer.

Lüften in 80 Metern Höhe

Beide gehen davon aus, dass die Zeiger auf allen vier Zifferblättern Ende nächster Woche wieder angebracht werden können. Zumindest wenn es nicht stürmt und schneit, sollte das möglich sein. Für die Arbeit in luftiger Höhe von rund 80 Metern ist es laut Architektin nötig, das Gerüst samt Plane an dieser Stelle soweit zu lichten, dass die Spezialisten mit den mannshohen Teilen gut durchkommen und hantieren können. Spätestens wenn das Befestigen und Einstellen der Zeiger dann erledigt ist, kann die Verhüllung um die Uhren auch ganz fallen, informierte Setz.

Sie weiß natürlich, wie sehr den Ambergern der gewohnte Blick auf die Martinsturmuhr seit 2014 fehlt. Und sie zieht eine Parallele zu 2015, als ebenfalls zum nahenden Jahresende die Kuppel fertig und enthüllt wurde. Farblich passend zur Weihnachtszeit strahlte sie in ihrem neuen Kupferrot über die Stadt. Gut ein Jahr später müssen die Amberger nun nur noch ein paar Stunden - okay, eher Tage - zählen, bis ihnen die Turmuhr von allen Seiten erneut die Zeichen der Zeit zeigt. Dann weiß jeder wieder, was ihm die Stunde geschlagen hat - obwohl: gehört haben wir das ja von den Glocken, nur gesehen hama nix. Doch die renovierten Zeiger werden eine Schau: Sie wurden wie die Wetterfahne in Handarbeit neu vergoldet - der für die Minuten ist fast zwei Meter lang.

Umgang auch bald sichtbar

Apropos neu: Auch der Turmumgang, besser gesagt sein Eisengeländer, ist bereits restauriert und neu angebracht worden. Das wird laut Setz wahrscheinlich zu Beginn des neuen Jahres sichtbar ein, wenn die Bauplane in einer zweiten Etappe ein weiteres Stück nach unten rutscht.
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