31.01.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Messen in St. Sebastian und St. Michael: Lösung für Gottesdienste gefunden

(ads) Als Dankeschön für ihr Engagement für die Pfarrgemeinde hat die Pfarrei St. Michael alle ehrenamtlichen Helfer sowie die haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter zum Neujahrsempfang eingeladen.

Pfarrer Alois Berzl, die stellvertretende Sprecherin des Pfarrgemeinderates Christa Kreuzer und Pfarrgemeinderatssprecher Markus Mußemann (Hinten v.l.) hatten alle Hände voll zu tun, bis allen Gästen des Neujahrsempfangs persönlich gute Wünsche für das Jahr 2017 ausgesprochen waren.
von Adele SchützProfil

Viele Menschen hätten dazu beigetragen, "dass die Pfarrei auch im letzten Jahr am Laufen blieb, dass Gottesdienste mitgestaltet wurden, dass es religiöse Angebote gab und auch so manch weltliche Höhepunkte", sagte Pfarrgemeinderatssprecher Markus Mußemann. Die Veranstaltung sei vor über zehn Jahren ins Leben gerufen wurden, um allen, die sich in irgendeiner Form für St. Michael engagieren, zu danken. Mußemann blickte auf 2016 zurück und erwähnte unter anderem Installation und Einweihung einer neuen Orgel.

Wesentliche Veränderung

Nach dem Tod von Prälat Hans Roidl, der jahrelang die Kirche St. Sebastian betreute, habe sich eine Überschneidung der Sonntagsgottesdienste um 8.30 Uhr in St. Michael und St. Sebastian (gehört zu St. Georg) ergeben. Der Pfarrgemeinderat von St. Michael habe sich laut Mußemann gefragt, ob es sinnvoll sei, in unmittelbarer Nähe zwei Messen zur gleichen Zeit abzuhalten. Würde St. Sebastian nicht zu St. Georg gehören, hätte man den Gottesdienst in St. Sebastian um 8.30 Uhr gefeiert und die Messe in St. Michael um 10.30 Uhr.

Um trotzdem eine gute Lösung für die Gläubigen zu finden, erklärte sich laut Mußemann Pfarrer Berzl bereit, in St. Sebastian die Messe um 8.30 Uhr abwechselnd mit Priestern von St. Georg zu übernehmen, "im Bewusstsein, dass die Streichung des Sonntagsgottesdienstes um 8.30 Uhr in St. Michael eine wesentliche Veränderung für die Gläubigen bedeutet". Enttäuscht zeigte sich der Pfarrgemeinderatssprecher, dass bei einer Umfrage für die Gläubigen von St. Michael offensichtlich eine Einzelperson oder wenige Menschen einen Stoß an Umfragezetteln abgegeben hätten und sich der Pfarrgemeinderat kein echtes Meinungsbild machen habe können.

Wie es mit den Sonntagsgottesdiensten weitergehe, bleibe vorerst offen, so Mußemann. Er betonte, dass es zwischen den Amberger Pfarreien kein Konkurrenzdenken gebe. Zur Zusammenarbeit ging er auf die Veranstaltungsreihe Diözesankomitee unter dem Motto "Kirche im 21. Jahrhundert - lebendige Bausteine der Kirche sein" mit einem Treffen in Amberg ein. Die Ergebnisse des Abends sollten laut Mußemann dem Diözesankomitee, aber auch der Pastoral vor Ort wichtige Impulse geben, doch ihm fehlte nach seinen Aussagen die Nachhaltigkeit.

Der Pfarrgemeinderatssprecher knüpfte an das von Papst Franziskus ausgerufene Jahr der Barmherzigkeit für 2016 an und erinnerte, dass auch heuer weltkirchlich wieder ein besonderes Jahr sei: Der Beginn der Reformation jährt sich zum 500. Mal. Am Jubiläum beteiligt sich St. Michael mit einem ökumenischen Besinnungsnachmittag mit Gottesdienst am Samstag, 11. März. Die Pfarrfahrt im Juni führt nach Eisenach.

"Kirchenasyl" gewährt

Pfarrer Alois Berzl bedankte sich bei den Gästen des Neujahrsempfangs für deren kleine und große Dienste. Diese würden die Pfarrgemeinde lebendig halten. Mit den Worten "Nach dem Weiberfasching, Pfarrfest und Patrozinium ist vor dem Weiberfasching, Pfarrfest und Patrozinium" bat er die Anwesenden, sich auch 2017 wieder einzubringen.

Pfarrer Roland Böhmländer von der evangelischen Nachbargemeinde bedankte sich bei Alois Berzl für das "Kirchenasyl" während der Sanierungsmaßnahmen im Andreas-Hügel-Haus. Im Pfarrsaal von St. Michael fanden von Juni bis Oktober die Sonntagsgottesdienste statt.

Spende überreicht

Die Mesnerin der Gailoher Kapelle, Maria List überraschte beim Neujahrempfang Pfarrer Alois Berzl, Pfarrgemeinderatssprecher Markus Mußemann und Kirchenpfleger Stefan Gietl mit einer Spende über 850 Euro. Das Geld stammt aus den Kollekten bei den Messen in der Gailoher Kapelle und ist für eine elektrische - und damit besser lesbare - Liedanzeige in der Pfarrkirche St. Michael gedacht. (ads)

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