Mineralienfreunde zeigen gerne her, was sie haben
Finderstolz prägt ihre Leidenschaft

Jahresabschluss der Freunde der Mineralogie und Geologie mit der Präsentation ihrer schönsten Funde in der Gaststätte Alte Kaserne (von links): Irene Kugler, Fritz Schelenz, Dr. Christine Paschen, Hans Schenk und das Nachwuchstalent Selina Strobl. Bild: Steinbacher

Der jüngsten Sammlerin der Mineralienfreunde Amberg-Sulzbach, Selina Strobl, war das Finderglück heuer mehrfach gewogen. Sie entdeckte reizvolle Flussspatkristallen bei Bach an der Donau und eine Schnecken-Fossilie in einem Steinbruch bei Gräfenberg. Einen Ammoniten vom Gardasee hatte sie außerdem sogar noch eigenhändig aus dem Gestein präpariert.

Beachtliche Funde

Das geht aus der Jahresbilanz des Vereins hervor. Selinas Mentor, Hans Schenk, bescheinigte ihr "einen hervorragenden Blick als eine unverzichtbare Voraussetzung für Sammelerfolge", heißt es in einer Pressemitteilung. Er selbst verfügt offensichtlich auch darüber, wie alpine Eigenfunde, beispielsweise ein Bergkristall vom Auernig bei Mallnitz in den Hohen Tauern oder ein Rauchquarz aus dem Gasteinertal, bewiesen.

Viel unterwegs

Die anpolierte Scheibe eines versteinerten Baumstammes aus Tschechien, glitzernde Fluorite von der Grube Clara im Schwarzwald und unter UV-Licht eindrucksvoll grün fluoreszierende Gipskristalle von Amsdorf in Sachsen-Anhalt vervollständigten seine diesjährige Präsentation. Gustav Steyer, der zweite Vorsitzende der Mineralienfreunde, konnte sich über eine Stufe mit "Eisenrosen" - einem in typischer Form ausgebildeten Hämatit - freuen, ergänzt durch einen Smaragdfund seines Sohnes im österreichischen Habachtal. Spektakulärer Blickfang war aber seine mit mehreren Smaragden besetzte Stufe von der klassischen Fundstelle in Muzo/Kolumbien.

Diamanten sind es nicht

In der Sammlung von Fritz Schelenz glänzen "Remuzat-Diamanten" - keine echten Diamanten, sondern wasserklare Quarzkristalle -, die er von einer Sammelexkursion in die südfranzösische Provence mitgebracht hatte. Sein Interesse an Fossilien dokumentieren ein Fisch von der Fundstelle Painten und eine bis ins letzte Detail erhaltene Libelle aus den Plattenkalken bei Eichstätt.

Irene Kugler, unermüdliche Kassiererin und Schriftführerin der Mineralienfreunde, hatte ebenfalls Fossilien mitgebracht: Neben Ammoniten aus Wolfsbach und Ehenfeld auch ein paar Schwämme, die vor 150 Millionen Jahren ihre Heimat im Jurameer hatten.

Lieblingsstücke gezeigt

Ein hervorragend erhaltener Ammonit aus der Nähe von Bernricht ist eine Zierde der Sammlung von Thomas Krieger, der 2016 im Zuge von Bergsicherungs-Maßnahmen auch Fluoritkristalle an der eigentlich längst erloschenen Fundstelle am Johannisschacht bei Wölsendorf bergen konnte. Beim Jahresrückblick der Mineralienfreunde Amberg-Sulzbach in der Gaststätte Alte Kaserne in Amberg stellten Mitglieder erneut schönste Funde aus ihren Sammlungen, aber auch Lieblingsstücke mit Erinnerungswert vor.

Neben der Mineralien- und Fossiliensuche sowie Fachvorträgen hatten auch das gesellige Beieinander sowie das karitative Engagement wie üblich ihren festen Platz im Kalender der Mineralienfreunde. Als Erlös aus einer Tombola beim Altstadtfest und anlässlich der Benefizbörse Ende Oktober konnten so dem Bürgerhilfsfonds für notleidende Amberger über 500 Euro überwiesen werden.

Ein hervorragender Blick ist eine unverzichtbare Voraussetzung für Sammelerfolge.Hans Schenk über das Mineralien-Nachwuchstalent Selina Strobl
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