21.11.2017 - 08:37 Uhr
Oberpfalz

Mit der Faust gegen den Kopf Opfer droht zu erblinden

Zwei Polizisten hatten einen 19-Jährigen in Handschellen aus der U-Haft vor das Jugendschöffengericht geführt. Erst ganz zum Ende des Prozesses, bei dem es um kleinere Delikte ging, wurde klar, weshalb ein Ermittlungsrichter den Mann heuer hinter Gitter geschickt hatte.

Symbolbild: Uli Deck/dpa
von Autor HOUProfil

Weil es die Strafprozessordnung vorschrieb, verlas Richter Peter Jung wesentliche Teile des offenbar von ihm selbst erlassenen Haftbefehls. Darin standen zwei massive Straftaten, die in der Öffentlichkeit bisher nicht bekannt waren. Der 19-Jährige hatte heuer an einer Brücke über die Vils eine junge Frau übel beleidigt.

Als sie mit ihrem Begleiter den Weg fortsetzte, lief der Beschuldigte nach und schlug diesen Begleiter mit heftigen Faustschlägen ins Gesicht nieder. Der wusste nicht, wie ihm geschah. Nicht lange darauf kam es noch weitaus schlimmer. Der erheblich vorbestrafte 19-Jährige drosch an einem Juniabend dieses Jahres an der Kasernstraße auf einen jungen Mann ein und versetzte ihm Hiebe mit der Faust gegen den Kopf. Einer Schilderung des Jugendrichters Jung ließ sich entnehmen, dass das Opfer noch immer bangt, auf dem linken Auge zu erblinden. Im Februar soll es nun nach diesen massiven Sicherheitsstörungen eine Verhandlung geben. Angeklagt dabei ist neben einer gefährlichen auch eine schwere Körperverletzung. Der Tatbestand einer solchen schweren Körperverletzung bedingt einen nicht zu behebenden Schaden beim Opfer. Das wäre ein Verbrechen. 

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