27.02.2018 - 20:10 Uhr

Mit "Woodwalkers" Zeile für Zeile zum Sieg Elisabeth Galiev ist Ambergs beste Vorleserin

An ihren Schulen sind sie bereits alle Sieger. In der Stadtbibliothek entschied sich beim lokalen Vorlesewettbewerb, wer der beste Vorleser Ambergs ist. Neun Schüler kämpften um den Titel.

Alle Teilnehmer des Vorlesewettbewerbs erhielten eine Urkunde, einen Buchpreis und Schokolade. Elisabeth Galiev (Vierte von links) ist als Siegerin des regionalen Vorlesewettbewerbs zum Bezirksentscheid nach Regensburg eingeladen. Weitere Teilnehmer (von links nach rechts): Ruslana Becker, Corinna Meier, Alexandra Bienek, Falk Wetzel, Frederik Fröhner, Lena Renner, Anna Hoffmann und Amelie Nutz. Bild: Wolfgang Steinbacher
von Mona-Isabelle Peter Kontakt Profil

Die Sechstklässler hatten sich für den Stadtentscheid des 59. Vorlesewettbewerbs des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels qualifiziert. In der Stadtbibliothek entschied eine sechsköpfige Jury, wer in die nächste Runde zum Bezirksentscheid nach Regensburg darf. Gabriele Gauder, stellvertretende Leiterin der Stadtbibliothek, begrüßte Vorleser, Zuschauer und Jurymitglieder. Dieses Amt übernahmen Bürgermeister Martin Preuß, Katrin Cislaghi von der Kommunalen Jugendarbeit, Julia Inzelsperger von der Buchhandlung Rupprecht, Bettina Weisheit (Leiterin Stadtbibliothek) und Maria Erven. Sie hatte den Wettbewerb im Vorjahr gewonnen.

"Jeder, der hier sitzt, ist schon ein kleiner Sieger", sagte Preuß im Vorfeld der gut zweistündigen Veranstaltung. Zunächst las jeder drei Minuten lang aus dem selbst gewählten Text vor. In der zweiten Runde mussten die Kinder jeweils eine Passage aus einem unbekannten Werk vortragen. Gauder hatte sich als Organisatorin der Veranstaltung für "Momo" von Michael Ende entschieden. Laut dem Regelwerk des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels bewertet die Jury Lesetechnik, Interpretation und Textauswahl. Dabei kommt es darauf an, einen Text allein mit der Stimme zum Leben zu erwecken. Die Jury hörte aufmerksam zu und machte sich Notizen. Mit ihrer Leseleistung setzte sich Elisabeth Galiev durch. "Wir haben versucht, uns vorzustellen, wie die Siegerin oder der Sieger in der nächsten Stufe die Jury von sich überzeugen kann", erklärte Bettina Weisheit. Neben Lautstärke und deutlicher Aussprache waren daher die Persönlichkeit und das Auftreten der Vorlesekünstler bei der Bewertung ausschlaggebend.

"Die Kandidaten lagen in diesem Jahr sehr nahe beieinander", betonte Bürgermeister Preuß bei der Preisverleihung. Alle Teilnehmer erhielten eine Urkunde, einen Buchpreis und Schokolade als Aufmerksamkeit der Bibliothek.

Bereits am Montag, 12. März, ist Elisabeth Galiev zum Bezirksentscheid nach Regensburg eingeladen. Was sie dort vorliest, weiß sie noch nicht. Dennoch verrät die Elfjährige der Amberger Zeitung: "Ich bin ziemlich glücklich und erleichtert, dass es jetzt erst mal vorbei ist."

Alle Schulsieger und ihre Lieblingsbücher

Am Montag traten sie an: Anna Hoffmann (Erasmus-Gymnasium) mit "Wir pfeifen auf den Gurkenkönig" von Christine Nöstlinger, Lena Renner (Rupert-Egenberger-Schule) mit "Hexe Lilly und der Vampir mit dem Wackelzahn" von Knister, Ruslana Becker (Dreifaltigkeits-Mittelschule) mit "Auf magischen Pfoten - Wundersame Rettung" von Sue Bentley, Corinna Meier (Dr.-Johanna-Decker-Realschule) mit "Alea Aquarius - der Ruf des Wassers" von Tanya Stewer, Elisabeth Galiev (Dr.-Johanna-Decker-Gymnasium) mit "Woodwalkers - Carags Verwandlung" von Katja Brandis, Alexandra Bienek (Luitpold-Mittelschule) mit "Leo mittendrin" von Sharon Creech, Falk Wetzel (Staatliche Realschule) mit "Harry Potter und der Stein der Weisen" von Joanne K. Rowling, Amelie Nutz (Max-Reger-Gymnasium) mit "Eine Tüte grüner Wind" von Gesine Schulz und Frederik Fröhner (Gregor-Mendel-Gymnasium) mit "Die Wolke" von Gudrun Pausewang. Die Reihenfolge wurde erst kurz vor dem Wettbewerb ausgelost. (mip)

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