Nach AZ-Artikel bekommt SkF endlich geeignete Objekte angeboten
Frauen brauchen neue Schutzwohnungen

"Wir sind angenehm überrascht. Es würde sich vielleicht alles eignen. Ich hoffe sehr, dass wir da jetzt mal dranbleiben können." Zitat: Vorsitzende Marianne Gutwein freut sich über die neuen Angebote, nachdem der SkF seit April 2016 ohne Erfolg nach einem neuen Standort bzw. Gebäuden für seine Schutzwohnungen gesucht hatte

"Jetzt braucht der SkF selber Hilfe": Mit dieser Schlagzeile forderte die Amberger Zeitung Mitte Dezember öffentlich auf, den Sozialdienst katholischer Frauen bei der Suche nach einem neuen Standort für die Frauen-Schutzwohnungen zu unterstützen. Mit spontanem Erfolg: Vier neue Objekte sind dem Vorstand mittlerweile angeboten worden.

"Nicht schlecht", sagt Vorsitzende Marianne Gutwein, die sich über diese Reaktion auf den AZ-Artikel freut. Zumal es zuvor nur zwei konkretere Vorschläge gegeben hatte, und den SkF langsam gewisse Sorge packte, ob sich in absehbarer Zeit überhaupt noch etwas Passendes auftut. Einerseits will er keine Hektik verbreiten und eben das Bestmögliche finden. Andererseits möchte er nicht Gefahr laufen, durch allzu langes Warten auf Ergebnisse den Hauptsponsor für dieses Projekt zu verlieren.

Wie berichtet, handelt es sich um den Sternstunden e.V. des Bayerischen Rundfunks. Er hat bereits im Frühjahr vergangenen Jahres seine finanzielle Beteiligung mit mehreren Hunderttausend Euro zugesagt. Seitdem ist der SkF im Prinzip auf der Suche nach einem geeigneten, nicht zu alten Objekt, das sich für einen Umbau mit mindestens drei Appartements sowie Gemeinschafts- oder Spielraum für Kinder anbietet.

Nicht ausgeschlossen wäre auch ein Neubau, wenn es ein nicht zu teures altstadtnahes Grundstück dafür gibt. "Das wäre uns eigentlich das Liebste, weil wir das passgenau machen könnten, so wie wir es uns vorstellen", sagt Gutwein. Und siehe da, ebenfalls im Dezember hat der SkF auch hier einen Lichtblick erhalten. Eine seiner eh schon ehrenamtlich bei ihm tätigen Kräfte hat angekündigt, sich von einer seit Jahren nicht genutzten Fläche trennen zu wollen.

Erster Eindruck sehr positiv

Sowohl sie als auch die vier nach dem AZ-Bericht gemeldeten bestehenden Gebäude hat sich Marianne Gutwein am Dienstag zusammen mit einem weiteren Vorstandsmitglied angesehen. Es ging nach ihren Worten darum, sich zumindest von außen und von der Lage her schon mal einen Eindruck zu verschaffen. "Damit man sieht, wo man absagt und wo man Kontakt aufnimmt, um Konkreteres zu besprechen", schilderte Gutwein noch am Montag - darauf vorbereitet, dass vielleicht nicht alle Angebote passen werden.

Konkret Gespräche führen

Doch am Dienstag nach Ende der kleinen "Rundreise" war die Vorsitzende zusammen mit ihrer Kollegin "angenehm überrascht". Denn im Prinzip wären nach ihrer Ansicht alle Objekte geeignet. "Wir haben keines von der Liste gestrichen", sagte Marianne Gutwein. Das führe nun natürlich zum nächsten Schritt: Der SkF werde mit allen Eigentümern Gespräche führen und sich die Objekte auch von innen genauer anschauen - voraussichtlich mit einem Bauexperten, der beurteilen und schon mal berechnen kann, wie teuer der wahrscheinlich überall nötige Umbau kommen wird. "Wir werden da jetzt näher drangehen", kündigte Gutwein an. "Damit wir das heuer noch anpacken können." (Angemerkt)

Wir sind angenehm überrascht. Es würde sich vielleicht alles eignen. Ich hoffe sehr, dass wir da jetzt mal dranbleiben können.Vorsitzende Marianne Gutwein freut sich über die neuen Angebote, nachdem der SkF seit April 2016 ohne Erfolg nach einem neuen Standort bzw. Gebäuden für seine Schutzwohnungen gesucht hatte
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