28.06.2017 - 16:16 Uhr
Oberpfalz

Nach unkontrollierter Vermehrung ist das Tierheim der letzte Rettungsanker 53 Kaninchen suchen ein Zuhause

Das hätte das Amberger Tierheim alleine überfordert, doch mit Hilfe von anderen Tierfreunden war es zu schaffen: 53 Kaninchen mussten innerhalb kürzester Zeit untergebracht werden. Sie stammten von einer Familie aus dem südlichen Landkreis Amberg-Sulzbach, wo sich die Population innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren durch unkontrollierte Vermehrung aus einem Bestand von ursprünglich drei Tieren um Rammler Heinzi entwickelt hatte.

Sieben (etwas gestutzte) Langhaarkaninchen sind noch im Amberger Tierheim und können vermittelt werden. Der Rest der Kaninchen-Großfamilie wurde auf sieben Tierheime in ganz Bayern verteilt. Bild: Steinbacher
von Markus Müller Kontakt Profil

Jetzt sollten alle weg, weil die Besitzer sich überfordert sahen. "Alleine wären wir hilflos gewesen, wir haben ja keine Quarantäne für so viele Kleintiere", erzählt Sabine Falk, die Vorsitzende des Tierschutzvereins. Doch die fränkischen Hilfsorganisationen "Kaninchenhilfe" und "Kaninchenhoffnung" seien eingesprungen, hätten drei Tage lang die Tiere aus dem Gelände geholt und sie auf die Tierheime Erlangen, Feucht, Forchheim, Hof, Ingolstadt, Reutlingen und Oberndorf verteilt. "Ich bin allen sehr dankbar, die uns da unterstützt haben", sagt Sabine Falk. Sieben Langhaarkaninchen hat das Amberger Tierheim behalten. Sie sind zu vermitteln (09621/82600). "Die sind nicht krank", weiß Sabine Falk. "Aber sie waren recht verfilzt. Wir haben sie deshalb etwas gestutzt."

Sündenbock?

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