14.02.2018 - 16:18 Uhr

Narhalla Rot-Gelb begräbt Faschingsprinz Franz IV. Todesstoß mitten ins Herz

Mit dem Tod des Faschingsprinzen Franz IV. ist nun auch die Fünfte Jahreszeit zu Grabe getragen worden. Zum letzten Mal feierte und trauerte die Narrhalla Rot-Gelb im ausverkauften Pfarrsaal St. Michael.

von Autor ZIGProfil

Die Band Dingl Dangl sorgte in altbewährter Manier für die musikalische Umrahmung und brachte das mit tollen Masken aufmarschierte närrische Volk den ganzen Abend über auf dem Parkett prächtig in Tanzlaune. Für die Narrhallesen bestand auch die letzte Gelegenheit, ihr Showprogram zu präsentieren. Die Kindergarde, Jugendgarde und die Schautanzgruppe zeigten unter großem Applaus ihr tänzerisches Können. Besonderes Schmakerl war der Auftritt der Michl-Boys, die als fleißige Leute vom Bau den Saal ordentlich aufmischten. Die nötige Zugabe durfte hier nicht fehlen und Präsident Jürgen Mühl merkte schmunzelnd an, dass es sich hier offensichtlich um eine ziemlich schweißtreibende Angelegenheit handelt.

Kurz vor Mitternacht legte Musikmeister Oliver Fiebig zum letzten Mal Marschmusik auf, damit die Prinzengarde für Prinz Franz IV. exerzieren konnte. "Und der Philipp aus der Garde tanzt für mich!", so Prinzessin Inge I. augenzwinkernd.

"Tolle Zeit"

Dann wurde es ernst und Vize-Präsidentin Ute Liebl gab den beiden Tollitäten die Gelegenheit für ihre Abschiedsworte. "Es war eine tolle und aufregende Zeit", erklärten beide unisono. Dann kam der große Auftritt des Scharfrichters, der als Zirkusdirektor, alias Präsident Jürgen Mühl, die Manege des Zirkus Narrhalla betrat. Bedrohlich schwang er seine Peitsche und sparte nicht mit Kritik an seinen "Artisten der besonderen Klasse". Dabei bekamen die Statisten (Hofdamen und Minister), die Schönheitsartisten (Garde und Schautanzgruppe), die Upper-Class-Artisten (Präsidium) und High-Society-Artisten (Prinzenpaar) für ihr ungebührliches Verhalten bei den zahlreichen Auftritten und Terminen in der abgelaufenen Faschingssaison ordentlich ihr Fett weg. Besonders abgesehen hatte es der späte Stargast auf Prinz Franz IV., der sich aufgrund seiner feuchten Eskapaden in seiner zeitlich befristeten Amtsperiode schnell zum Franz Rausch vom Jack gemausert hatte und in den vergangenen Wochen unverschämterweise zunehmend die Chefrolle in der Manege einnehmen wollte. Aus Sicht der Zirkusleitung war das äußerst ungut, deshalb sollte ihm dieses respektlose Verhalten nun zum Verhängnis werden!

Kein Dartpfeil

Seine Tollität, selbst begeisterter Dartspieler und inzwischen schwer gezeichnet aufgrund einer Bänderverletzung unterwegs, wurde zum Zirkusdirektor zitiert. Er verkündete dem Regenten sein bitteres Todesurteil: "Nachdem der Dartpfeil nicht effektiv genug ist, sollst Du durch einen Messerwurf sterben." Schnell war dem Todeskandidaten die Dartscheibe und dem Hals geschnürt und der Scharfrichter zielte treffsicher auf das in Herzhöhe positionierte Bull's Eye. Der Prinz war auf der Stelle tot und Prinzessin Inge I. weinte bittere Tränen an seiner Seite. Auf der Bahre wurde Franz IV. von den Ministern aus dem Saal getragen, gefolgt vom Trauerzug aller Narrhalla-Aktiven.

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