Ninos Kinderhaus schließt Versorgungslücke in der Oberpfalz
Ziel: "Schwerstkranken Kindern ein Zuhause geben"

Bestens kam der Tag der offenen Tür zur Eröffnung des ersten ambulanten Kinderintensivpflegehauses in der Oberpfalz auch bei den kleinen Besuchern an, die gut unterhalten wurden. Bilder: ads (2)

In Bayern gibt es nur wenige vergleichbare Projekte, für die Oberpfalz ist Ninos Kinderhaus im Stadtteil Gailoh die erste ambulant betreute Kinderintensivpflegestation in der Oberpfalz. Die Einrichtung erhielt nun den kirchlichen Segen.

Groß war das Interesse der Bevölkerung an dem anschließenden Tag der offenen Tür. Das A Capella Ensemble SunnySongdays stimmte die Gäste nicht nur auf die offizielle Eröffnung ein, sondern übernahm auch weiter deren gebührende musikalische Gestaltung. Die Geschäftsführerin des in Schwandorf ansässigen ambulanten Intensivpflegedienstes Amicus und Initiatorin dieser Einrichtung, Gisela Schießl, beschrieb die Zielsetzung des Hauses als eine sehr große Aufgabe.

Sie erinnerte daran, dass ihr bei einem Gespräch mit der Regierung der Oberpfalz die Möglichkeit eröffnet worden sei, ein Haus für intensivpflegebedürftige und schwerstkranke Kinder und Jugendliche in der Oberpfalz zu verwirklichen. "Wir haben diese Herausforderung angenommen und können heute mit Freude auf das Ergebnis unserer Bemühungen blicken", betonte Schießl. Auf der Suche nach einem passenden Bauplatz habe sich der Kirchenpfleger der Pfarrei St. Georg, Hans Paulus, als ein sehr guter Ansprechpartner erwiesen, "mit dessen Hilfe der für die Einrichtung prädestinierte Ort mit idealen Voraussetzungen gefunden werden konnte".

Binnen eines Jahres entstand dann Ninos Kinderhaus als erstes seiner Art in der Oberpfalz. Keine Geringere als Fürstin Gloria von Thurn und Taxis wurde als Schirmherrin für die Eröffnung gewonnen. Ihr Grußwort verlas Max Baumgartner, der zehnjährige Sohn eines Amicus-Mitarbeiters. "Die Unversehrtheit, Gesundheit und die Freude der Kinder ist das größte Gut einer Familie. Umso mehr schmerzt es, wenn Kinder durch eine Behinderung oder Erkrankung kaum ein normales Leben führen können und eine intensive, pflegerische Betreuung nötig ist, die nicht im eigenen Umfeld erfolgen kann", so eine Botschaft der Schirmherrin.

"Schwerkranken Kindern ein Zuhause geben", mit diesen Worten umriss Bürgermeister Martin Preuß einen zentralen Aspekt dieser medizinischen Versorgungseinrichtung. Ziel der ambulanten Intensivpflege sei, den Kindern trotz schwerster Erkrankungen ein würdevolles, möglichst normales und aktives Leben in einem familiären und kindgerechtem Umfeld zu ermöglichen. "Das schaffen Sie, indem Sie die Kinder dort abholen, wo sie in ihrer Entwicklung stehen und ihre Stärken fördern, statt sie auf das zu reduzieren, was sie nicht können", schloss Preuß

Wir haben diese Herausforderung angenommen und können heute mit Freude auf das Ergebnis unserer Bemühungen blicken.Amicus-Geschäftsführerin Giesela Schießl
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