27.02.2018 - 16:12 Uhr

Notfalldose beim BRK in Amberg erhältlich Cooler Helfer spart Zeit

Nein, eine Konserve, die im Keller als eiserne Reserve für schlechte Zeiten aufbewahrt wird, ist die Notfalldose nicht. Dafür aber steht sie im Kühlschrank - somit leicht zugänglich für Rettungskräfte. Denn das kann im Notfall lebenswichtig sein. In Auerbach und Sulzbach-Rosenberg gibt es sie schon.

Die Notfalldose mit allen wichtigen Unterlagen wird in der Innentür des Kühlschranks deponiert und ist so für die Rettungskräfte gut erreichbar. Bild: Hartl
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Angesichts der großen Nachfrage von Bürgern in Amberg hat sich jetzt das Rote Kreuz dazu entschlossen, die Notfalldose auch in seiner Geschäftsstelle am Amselweg anzubieten, zum Selbstkostenpreis von zwei Euro. In Auerbach eingeführt hat die Dose der dortige BRK-Bereitschaftsleiter und stellvertretende Rettungsdienstleiter des Kreisverbandes Amberg-Sulzbach, Markus Popp. Zwei Frauen aus der Kirchengemeinde hatten ihn darauf aufmerksam gemacht, dass es sie gibt. Das Angebot wird gut angenommen: Die Bürger haben sich schon rund 200 Exemplare geholt. Auch in Sulzbach-Rosenberg ist die Notfalldose erhältlich. Die Initiative ging vom städtischen Seniorenbeauftragten Andreas Knopp aus. Die Nachfrage ist enorm gut. "Innerhalb von 14 Tagen haben wir rund 300 Stück verkauft", sagt er. Erhältlich sind die Dosen mit Notfall-Blatt sowie zwei Aufklebern bei der Tourist-Info, beim Seniorenbeauftragten im Haus für Bürgerdienste, bei der Stadtkasse und bei der ökumenischen Sozialstation.

Auch in Amberg ist das Interesse daran groß, weiß Rettungsdienstleiter Erwin Gräml. "Sehr viele Leute sind zu uns in die Geschäftsstelle gekommen und wollten die Dose haben", sagt Gräml. "Es ist eine gute Sache", urteilt er über die Erfindung eines Anbieters für Hausnotrufe.

Wichtige Dokumente

Notfallmappe, Medikamentenliste und Patientenverfügung: In vielen Haushalten ist dies vorhanden, doch im Notfall ist es für die Rettungskräfte schier unmöglich, diese Dokumente zu finden, wenn der Patient sich selbst nicht mehr äußern kann und Angehörige nicht vor Ort sind. Abhilfe leisten die Notfalldosen. Darin werden die Unterlagen verpackt und im Kühlschrank gelagert. Aus gutem Grund, denn einen Kühlschrank hat jeder daheim, er ist für Rettungskräfte leicht zu finden. Aufkleber, die auf die Dose hinweisen, können an der Tür des Kühlschranks sowie an der Innenseite der Wohnungstür angebracht werden. (san)

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