Nur drei Amberger sind älter als Frieda Ackermann
101-Jährige wartet auf den vierten Ururenkel

Seit März 2012 lebt Frieda Ackermann im Bürgerspital. Dort stattete ihr gestern OB Michael Cerny einen Besuch ab, um zum 101. Geburtstag zu gratulieren. Er überreichte der Jubilarin Pflegeprodukte und die von der bayerischen Staatskanzlei geschickte, vergoldete Silbermedaille Patrona Bavariae. Bürgerspital-Leiterin Renate Rauch schenkte ein Blumengesteck, für die Pfarrei St. Martin gratulierte Dominikanerpater Augustin. Bild: gf

Nur drei Bürger der Stadt sind noch älter als Frieda Ackermann , die am Mittwoch ihren 101. Geburtstag feierte. Geboren wurde sie in Breslau.

Die gelernte Schwesternhelferin und Altenpflegerin arbeitete in einem Seniorenheim, bis sie 1939 den Schneidermeister Willi Ackermann heiratete. Bald darauf wurde ihr Mann zur Wehrmacht eingezogen und fiel im Krieg. Ein Sohn kam zur Welt, später eine Enkeltochter, aber die verlor Frieda Ackermann vollkommen aus den Augen.

Nach dem Krieg fand die Jubilarin in Amberg eine neue Heimat und arbeitete als Schwesternhelferin in Lindenlohe und Wöllersdorf - fast immer im Nachtdienst. In ihrer Freizeit unternahm sie Ausflüge mit dem Auto oder dem Rad. Das Schicksal führte sie und ihre Enkeltochter Monika wieder zusammen: Beide ahnten nicht, dass sie im Dreifaltigkeitsviertel nur drei Straßenzüge voneinander entfernt lebten.

Als nach Ackermanns 95. Geburtstag ein Bild der Seniorin mit dem Oberbürgermeister in der Amberger Zeitung war, nahm die Enkelin Kontakt zu ihr auf. Fortan kümmerte sich die Frau um ihre Oma. Die Jubilarin, die im Mai 2015 eine schwere und lebenswichtige OP gut überstand, hat drei Urenkel und drei Ururenkel - das vierte Ururenkelchen soll am Freitag auf die Welt kommen.
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