Nur im Notfall keine Pause draußen
Auch bei Kälte kann man raus

Der Hof der Max-Josef-Schule ist nur auf unserem Foto leer. Während der Pausen tummeln sich hier munter die Kinder - egal, wie kalt es ist. Bild: Hartl

Es ist in der Tat keine Überraschung, dass es im Winter auch mal kalt werden kann. So wie in den vergangenen Tagen. Manchmal müssen die Schulkinder dann sogar die Pause drinnen verbringen.

Amberg. (ass) In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag war's noch einmal knackig. Minus 12,1 Grad Celsius meldet die Wetterstation der Email-Fabrik für Donnerstag, 6.40 Uhr. Als eine knappe Stunde später die Schule anfing, war das Thermometer immer noch im Bereich unter minus zehn Grad festgefroren.

Und zur großen Pause um 9.30 Uhr war es kaum wärmer. Doch die meisten der Schulkinder in Stadt und Landkreis durften die trotzdem draußen verbringen. "Kinder wollen in der Kälte ja auch raus", sagt Rektor Peter Plößl von der Jahnschule in Sulzbach-Rosenberg. Allerdings gibt es hier eine Einschränkung: Gegessen wird vorher und drinnen. Damit die Kinder nicht ohne Handschuhe in der Eiseskälte stehen und sich sonst was holen. Ansonsten stellt es die Schule aber frei, ob die Pause drinnen oder draußen verbracht wird. "Ein Drittel ist am Mittwoch in der Aula geblieben, zwei Drittel wollten auf den Pausenhof", so die Feststellung von Plößl. "Am Mittwoch sind wir in der Pause drinnen geblieben", sagt hingegen Ulrike Ott, die Rektorin der Amberger Dreifaltigkeits-Grundschule. "Es war doch sehr beißend draußen", so die Begründung. Am Donnerstag jedoch strahlte die Sonne, es bestand nach ihrer Auffassung kein Grund, die Pause in das Schulhaus zu verlegen. Allerdings durften hier wie anderswo nur Kinder raus, die auch passend angezogen waren.

Die Entscheidung über solche Dinge trifft übrigens der Schulleiter, wie Schulamtsdirektor Peter Junge betont. "Er oder sie entscheidet, was zumutbar ist." Dazu kommt: "Er hat auch die Fürsorgepflicht für die Schüler." Nur von Ort lasse sich aber letztendlich entscheiden, wie reagiert werden muss.

Das sieht bei Peter Plößl in Sulzbach-Rosenberg so aus, dass er beispielsweise in dieser Woche das Schulschwimmen hat ausfallen lassen. Kleine Kinder, die mit nassen Haaren über den Pausenhof flitzen - das will und kann er dann doch nicht verantworten.
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