ÖDP auf Stippvisite in OTH
Ethische Prinzipien im Fokus

Es ging um Nachhaltigkeit und ethische Grundsätze. Von links: ÖDP-Pressesprecher Josef Witt, Dr. Christiane Schmidt (persönliche Referentin der OTH-Präsidentin), Prof. Dr. Bernhard Bleyer, Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug, Alexander Herzner, Norbert Peter, Florian Urmann, Michael Birner und Daniel Ertl. Bild: Birner

Der Besuch des Kreisvorstandes der ÖDP in der Hochschule stand ganz im Zeichen des Institutes für Nachhaltigkeit in Technik und Wirtschaft. Zudem ging es um ethische Grundsätze in der freien Wirtschaft.

Amberg. Der Bitte um ein Gespräch kam die Hochschulleitung laut Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug gerne nach. Gehe es doch darum, mit möglichst vielen Multiplikatoren Leistung und Angebot der Ostbayerischen Technischen Hochschule Amberg-Weiden in der Region zu verankern. Die Präsidentin betonte laut einer Pressemitteilung die Bedeutung des Instituts als eines der Alleinstellungsmerkmale der OTH und ließ keinen Zweifel daran, dass sie die Einrichtung als Garanten für die Nachhaltigkeit der Hochschule selbst sehe.

Prof. Dr. Bernhard Bleyer und sein Mitarbeiter Alexander Herzner stellten danach ihr Institut, Projekte, Ziele und Auszeichnungen vor und sorgten für eine angeregte Diskussion. Vor allem das neue Zertifikat ETHNA (Ethik und Nachhaltigkeit) habe es den Teilnehmern angetan. Damit erreiche die Hochschule, dass ethische Prinzipien über die Studierenden vermehrt in ihre künftigen Unternehmen getragen werden. Ein evolutionärer Ansatz, der sich umso mehr beschleunigt, je mehr Studenten sich zertifizieren lassen. Die Nachfrage bei Firmen bestehe: Immer häufiger würden künftige Mitarbeiter mit passenden Kompetenzen im Nachhaltigkeitsmanagement gesucht.

Auch der jüngste Forschungsbericht im Zusammenhang mit der sozialen, ökologischen und ökonomischen Verantwortung in Organisationen führte zu einem Gedankenaustausch. Es sei erkennbar, so Prof. Bleyer, dass sich vor allem viele mittelständische Unternehmen vermehrt ethischen Prinzipien zuwenden. Auch bei Kapitalunternehmen werde aufgrund einer EU-Regelung künftig eine Nachhaltigkeitsberichterstattung gesetzlich vorgeschrieben.

Michael Birner, ÖDP-Fraktionsvorsitzender im Kreistag, vertrat die Meinung, dass die positiven Auswirkungen dieser Berichtspflicht besonders dann spürbar würden, wenn das Ergebnis mit Konsequenzen verknüpft sei. Steuerliche Anreize oder die Begünstigung bei Ausschreibungen wären solche Kriterien.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.