07.01.2016 - 16:36 Uhr
Oberpfalz

ÖDP besichtigt saniertes Altstadt-Haus Fassadenprogramm genutzt

Das Haus in der Oberen Nabburger Straße 27 galt als ein Problemfall. Josef Witt, für die ÖDP bis 2014 Stadtrat und Mitglied des Bauausschusses, weiß noch genau, dass das schmale Gebäude, das unter Ensembleschutz steht, an drei Seiten an Nachbargrundstücke stößt und "wegen der einzuhaltenden Grenzabstände nicht einmal eine Belichtung durch seitliche Gauben infrage kam".

Die ÖDP benötigt keine Bauausschusssitzung, um einen Ortstermin auszumachen. Sie wird einfach selbst tätig und sah sich das Steger-Haus in der Altstadt an. Von links: Eva Schaaf, Karin Steger, Gerhard Gottschalk, Josef Witt, Susanne Witt, Jürgen Steger, Martha Lederer, Klaus Mrasek. Bild: hfz
von Thomas Kosarew Kontakt Profil

Doch davon ließen sich Karin und Jürgen Steger laut einer Pressemitteilung der ÖDP nicht abhalten. Die Physiotherapeutin und ihr Mann, der bei Siemens eine Führungsposition innehat, nahmen sich des Hauses an, dessen vorderer Teil vermutlich aus dem 17. Jahrhundert stammt und im Inneren eine Fachwerkkonstruktion enthält, die jetzt wieder sichtbar gemacht und mit hochmodernen Glaselementen verbunden wurde.

Wo früher zehn relativ kleine Zimmer nacheinander durch einen langen und schmalen Gang erschlossen wurden, ergeben sich nach der Beseitigung nicht mehr benötigter Trennwände großzügige Räume, in die durchgehend natürliches Licht fällt.

Mit dem Denkmalschutz und dem Baureferat habe er nur gute Erfahrung gemacht, sagte Steger, als die ÖDP bei ihm zu Gast war. Diese enge Zusammenarbeit mit der Stadt habe sich auch finanziell ausgezahlt, denn das Haus der Stegers sei als eines der ersten in das Amberger Fassadenprogramm aufgenommen worden.

"Karin und Jürgen Steger können stolz sein auf die vorbildliche Sanierung ihres Altstadthauses. Sie haben (...) sich damit auch Verdienste um die Stadt Amberg erworben", ist das Fazit, das Stadtrat Klaus Mrasek laut der Presseinfo nach der Besichtigung zog. Die Bauherren und der ÖDP-Stadtverband hoffen nun, dass die Stegers bald Nachahmer finden werden, die ebenfalls ihren Beitrag dazu leisten wollen, historisches Erbe der Altstadt zum Leben zu erwecken.

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