09.05.2018 - 16:28 Uhr
Oberpfalz

Patroziniumsfest in St. Georg mit Besuch von Rudolf Voderholzer und Rekorden 4500 Bratwürste, 900 Liter Bier, 450 Brezen und ein Bischof

Das Patrozinium der Pfarrei St. Georg, das Bischof Rudolf Voderholzer mit den Gläubigen feierte, gehört nun der Vergangenheit an. Doch auch Tage danach bewegt dieses Fest die Gemüter der Pfarrfamilie - im positiven Sinn. Als Fest, das noch lange in Erinnerung bleibt. "Wer dieses Patroziniumsfest nicht miterlebt hat, hat etwas versäumt", sagt Dekan Markus Brunner.

Bischof Dr. Rudolf Voderholzer feierte heuer mit den Georgianern das Patroziniumsfest, das Superlative und Rekordzahlen schrieb.
von Adele SchützProfil

Festlich herausgeputzt präsentierte sich die Georgskirche, in der es zum Pontifikalgottesdienst mit Voderholzer nur noch Stehplätze gab. Obwohl der Bischof seit 2013 bereits zum vierten Mal in St. Georg weilte, galt dieser Besuch zum ersten Mal der Pfarrei selbst. In seiner Predigt thematisierte er die geistliche Tradition von Amberg sowie das religiöse Erbe von St. Georg und nahm zugleich Bezug auf die aktuelle Diskussion um die Präsenz des Kreuzes in öffentlichen Gebäuden. Er bezeichnete Amberg als kostbaren Edelstein unter den Städten aus dem Bistum Regensburg, denn hier würden die Gläubigen ihre überzeugte Liebe zur Kirche leben, was das Herz eines jeden Bischofs erfreue. In der Geschichte der Stadt spiele St. Georg als ältester christlicher Boden eine entscheidende Rolle. Von hier aus ging durch die Jesuiten im 17. Jahrhundert eine Welle der geistigen Erneuerung aus, die bis heute nachwirke. Nach Information des Bischofs haben die Jesuiten hier die Schultradition ins Leben gerufen und aufgebaut: "Wenn die Jesuiten auch nur 100 Jahre in Amberg gewirkt haben, so haben sie trotzdem hier für eine geistliche Erneuerung par excellence gesorgt."

Nach einem Rückblick in die Zeit des Nationalsozialismus und dem damaligen Kreuzverbot erinnerte Voderholzer daran, dass Jesus Christus durch seinen Tod am Kreuz aus dem Zeichen des Martyriums ein Zeichen der Liebe gemacht habe.

Nach dem Gottesdienst war die Pfarrgemeinde zum weltlichen Teil eingeladen, der einen Besucheransturm erlebte und dadurch Rekordzahlen verzeichnete. Verkauft wurden 60 Torten und Kuchen, 450 Brezen, 750 Semmeln, 1300 Spitzel, 17,5 Kilogramm Käse, 30 Kilogramm Steaks, 4500 Bratwürste, 800 Liter antialkoholische Getränke und 900 Liter Bier. "Das ist schon der Wahnsinn, oder?", kommentierte Dekan Markus Brunner die Zahlen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp