Pfarrer verlässt Erlösergemeinde und geht zum Dekanat
Neue Aufgabe für Brückenbauer Blohm

Dekan Karlhermann Schötz (rechts) verabschiedet Johannes Blohm (Mitte) aus dem Dienst in der Erlöserkirche und führt ihn hier zusammen mit Pfarrerin Birgit Schwalbe-Eberius (links), bis zur Neubesetzung Vakanzvertreterin in der Erlösergemeinde, in seinen neuen Dienst ein. Bild: Uschald

Gut elf Jahre prägte Johannes Blohm als Pfarrer das Leben der evangelischen Erlösergemeinde - um am Wochenende eine neue Aufgabe zu übernehmen. Sein Wirkungsfeld als theologischer Referent ist das Evangelische Bildungswerk im Dekanat Sulzbach-Rosenberg. Blohm hat in der Pfarrei Spuren hinterlassen und Brücken gebaut. Dekan Karlhermann Schötz nutzte diesen Vergleich. Es kamen aber auch Blohms Engagement für die Ökumene und die Einbindung der Migranten zur Sprache. An der Verabschiedung und Einführung nahmen auch der katholische Regionaldekan Ludwig Gradl (Dreifaltigkeit, Amberg), Vertreter der Katholischen Erwachsenenbildung und der Imam der muslimischen Amberger Gemeinde teil.

An Anlehnung an den Regenbogen im Altarraum stellte Schötz fest, dass Blohm die Farbigkeit und Buntheit der Gemeinde gefördert habe. Er sei ein großer Brückenbauer zwischen Jung und Alt, zwischen alten Gemeindegliedern und Migranten, zwischen der Kirche eher Fernstehenden und der sogenannten Kerngemeinde und zwischen den christlichen Religionen. Er habe Brücken zur Stadt Amberg gebaut, etwa als Mitglied im Jugendhilfeausschuss des Stadtrats. Seit 1. April ist Johannes Blohm theologischer Referent beim Evangelischen Bildungswerk und Beauftragter für Integration und Migration. "Und genau da brauchen wir einen Brückenbauer", betonte der Dekan.

Beim Empfang im Gemeindehaus kam die hohe Wertschätzung zum Ausdruck, die sich Blohm erworben hat. Er wäre auch ein guter Kommunalpolitiker geworden, stellte OB Michael Cerny fest. Regionaldekan Ludwig Gradl würdigte für die benachbarten Pfarreigemeinschaften Hl. Dreifaltigkeit und Hl. Familie Blohms Engagement für eine erfüllte Ökumene. "Wir haben viel Schönes miteinander angepackt", sagte Gradl und verwies unter anderem auf die ökumenischen Schülergottesdienste.

Aus den Grußworten und DankesredenGut elf Jahre habe Johannes Blohm die Arbeit in der Kindertagesstätte der Erlösergemeinde begleitet und viel auf den Weg gebracht, stellte deren Leiterin Brigitte Moser fest. Der Vertrauensmann des Kirchenvorstands, Werner Mutterer, überraschte den Pfarrer mit einem Cartoon aus dem Atelier von Marcus Trepesch. Vorsitzender Siegfried Kratzer hieß den neuen theologischen Referenten beim Evangelischen Bildungswerk willkommen. "Eine besondere Schule braucht besondere Menschen", stellte Elke Schmidt, die Rektorin der Barbaraschule, vielsagend fest. In seiner Schlussrede bedankte sich Johannes Blohm bei den verschiedenen Partnern aus seiner Zeit als Pfarrer: "Als Erlöser-Team haben wir viel erreicht und der Erlösergemeinde eine Zeit geschenkt, auf die wir alle stolz sein können. Wir haben gearbeitet, zum Teil richtig geschuftet, und sind dabei an Grenzen gegangen." . Gerührt zeigte sich Blohm, als ihm seine zwei Enkelkinder ein selbst gebasteltes Modell der Erlöserkirche überreichten. (usc)
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