Projekt Hayag wächst und gedeiht auf den Philippinen
Essen für die Straßenkinder

Das weit über Amberg hinaus bekannte Kinderhilfsprojekt Hayag wächst weiter. Der Förderverein zog in seiner Mitgliederversammlung ein positives Fazit. Mit dem höchsten Spendenaufkommen seit Gründung kann die Organisation neue Pläne schmieden. Und: Das Finanzamt hat die Gemeinnützigkeit für weitere drei Jahre bestätigt.

Bei der Mitgliederversammlung, die im Drahthammer Schlößl stattfand, blickte Vorsitzender Siegfried Kreuzer auf 2017 zurück. Wie er sagte, leben mittlerweile 33 Mädchen in einem Wohnheim in Cebu City auf den Philippinen. Weiteren 50 Kindern werde der Schulbesuch ermöglicht und finanziert. Sonntags und mittwochs werden laut Kreuzer Straßenkinder verpflegt. Dafür werden monatlich über 1000 warme Mahlzeiten im Haus zubereitet und verteilt. Ein neues Programm für Straßenkinder befinde sich in der Testphase. Bedürftige Mädchen und Buben werden täglich mit Nahrungsergänzungen und Mahlzeiten versorgt, medizinisch und bei Bedarf ärztlich behandelt. Siegfried Kreuzer: "Wir hoffen, dieses Programm durch Spenden dauerhaft zu etablieren."

Das alles werde durch die Arbeit des Fördervereins Hayag International ermöglicht. Mitgliedsbeiträge sowie Spenden von Privatpersonen und Unternehmen gehen laut Vereinsangaben zu 100 Prozent an das Projekt vor Ort. Alle administrativen Kosten, die sowieso schon durch ausschließlich ehrenamtlich arbeitende Vorstände und Projektmitarbeiter in Deutschland sehr gering seien, tragen die Vorstände des Fördervereins. Ein aktuell guter Wechselkurs bringe Hayag zusätzliche Vorteile. Deswegen wurden auch Pläne für eine Erweiterung des Projekthauses auf den Philippinen vorgestellt. Die Kosten dafür belaufen sich auf zwischen 150 000 und 200 000 Euro. Spenden seien deswegen weiterhin erwünscht. Durch der Erweiterung könnte Hayag die Hilfe vor Ort verdoppeln. Eine Entscheidung dazu werde der Vorstand aber frühestens im Herbst treffen. Dann soll sichergestellt sein, dass das Vorhaben auch finanziell umsetzbar ist.

Bei der Mitgliederversammlung standen zudem Neuwahlen auf der Tagesordnung. Dabei wurde die Führungsmannschaft um den ehemaligen Amberger Siegfried Kreuzer (Regensburg), Stellvertreter Bernhard Heck (Adenau), Schriftführer Herbert Leistl (Sulzbach-Rosenberg) und Schatzmeisterin Maren Frehsdorf-Amariei (Regensburg) bestätigt. Die Vereinsspitze sicherte bei dem Treffen zu, dass auch weiterhin 100 Prozent der Spenden direkt bei den Kindern ankommen werden.

Eine Diskussion über Maßnahmen zur Mitgliedergewinnung und Spendenaufkommen schloss sich an. Siegfried Kreuzer dazu: "Hayag freut sich über jede Zuwendung beziehungsweise Mitgliedschaft an Förderverein." Die nächste Mitgliederversammlung werde im März 2019 wieder im Drahthammer Schlößl in Amberg stattfinden.

Siegfried Kreuzer über Hayag"Warum helfen wir so weit weg auf den Philippinen? Sicherlich gibt es in Europa und auch in Deutschland hilfsbedürftige Kinder. Das übernehmen auch viele Hilfsorganisationen die ausschließlich hier tätig sind. In Deutschland ist der Schulbesuch frei, auch müssen Kinder hier weder verhungern noch erfrieren oder sich gar prostituieren. Der Wohlstand, den wir genießen, geht nahezu immer auf Kosten der Ärmsten dieser Welt. Hayag möchte verhindern, dass das Land neben den Ressourcen und der Arbeitskraft auch noch die Würde verliert."
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