Ratgeber Gesundheit am Klinikum
Wenn die Hand krank ist

Für Laien auf den ersten Blick vielleicht etwas gruselig, für den Mediziner aber unerlässlich - ein Modell einer Hand. Bild: Klinikum/Gräß

Der Ratgeber Gesundheit 2018 startet am Klinikum mit einer rekordverdächtigen Resonanz: Mehr als 160 Frauen und Männer wollen hören, was Oberärztin Anke Wanninger zu sagen hat. Ihr Thema - die Hand.

Amberg. (exb) Die Hand und Erkrankungen der Hände - von Verletzungen bis hin zu Verschleißerscheinungen - standen im Fokus des Vortrags von Anke Wanninger, Oberärztin der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie. Die Referentin: "Unsere Hand ist ein Meisterwerk. Sie ist unser Multitool, einsetzbar für alle Aktivitäten."

Verletzungen können dafür verantwortlich sein, dass die Hand nicht mehr so funktioniert, wie sie soll. Schon harmlos aussehende Schnittwunden könnten schwere Folgen haben, denn: "Die Hand hat nur einen sehr dünnen Weichteilmantel. So können scheinbar kleine Verletzungen schon tiefe Strukturen verletzen." Treten Gefühlsstörungen von der Schnittwunde in Richtung Finger auf oder können die Finger nicht mehr richtig bewegt werden, sollten die Betroffenen zum Arzt gehen - auch, wenn die Beschwerden vielleicht gar nicht so groß sind.

Bei der Behandlung von Handverletzungen gilt: "Sie sind normalerweise nicht lebensbedrohlich. Das heißt, wir haben Zeit, mit den Patienten die nächsten Schritte in Ruhe zu besprechen." Vor einer Sache warnte Anke Wanninger ganz besonders: "Wenn Sie über einen Zaun klettern wollen oder müssen: Nehmen Sie vorher Ihre Ringe ab." Denn ein Hängebleiben könne zu schweren Verletzungen führen. Im Extremfall drohe der Verlust eines Fingers. Ein großes Thema war die Rhizarthrose. Dabei handelt es sich um eine Verschleißerkrankung des Daumensattelgelenks. Etwa zehn Prozent der Bevölkerung sind laut Wanninger davon betroffen, oft im noch erwerbstätigen Alter. Die Ursachen dieser Erkrankung seien aber noch immer nicht genau bekannt. Ergo- und Physiotherapie helfen, die Beweglichkeit und Kraft der Hand zu erhalten und spezielle Schutzmechanismen für die Gelenke zu lernen. Auch Cortison oder Bestrahlung seien mögliche Therapieformen. Wenn nichts helfe, gebe es die Möglichkeit einer Operation.

Ebenfalls verbreitet ist Morbus Dupuytren. Dabei handelt es sich um eine fortschreitende Knoten- und Strangbildung. Dadurch wird die Streckfähigkeit mehr und mehr eingeschränkt. Auch hier sei über die Ursachen bisher wenig bekannt.
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