28.06.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Rekordverdächtige Besucherzahl beim Patrozinium in Lengehnloh Geistige und leibliche Stärkung ist hier stets garantiert

Patrozinium in Lengenloh und Goethes Faust - auf den ersten Blick passt das vielleicht nicht unbedingt zusammen. Für Dekan Markus Brunner schon.

Nach gutem Brauch übernahm die Blaskapelle Ammerthal die Umrahmung der Festmesse anlässlich des Patroziniums in Lengenloh. Bilder: ads (2)
von Adele SchützProfil

Amberg . (ads) Optimale Wetterbedingungen waren heuer den Lengenlohern zu ihrem Patroziniumsfest der Herz-Jesu-Kapelle beschert. Sicherlich ein Grund, warum heuer die Besucher in rekordverdächtigen Scharen aus Amberg und dem Umland nach Lengenloh in den idyllischen Michl-Garten kamen, um zu feiern.

Mit einer Festmesse, die Dekan Markus Brunner mit den Gläubigen feierte, wurde gebührend in den Tag gestartet. Die musikalische Gestaltung übernahm die Blaskapelle Ammerthal. Nach der Festmesse blieb eine große Schar von Gläubigen auch beim weltlichen Teil des Fests. "Nun sag', wie hast du's mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann. Allein ich glaub', du hältst nicht viel davon" - die Gretchenfrage aus Goethes Faust nahm Brunner als Aufhänger seiner Predigt, in der das öffentliche Bekenntnis des Menschen zum Glauben im Mittelpunkt stand. Der Geistliche fragte sich, wieso die "Gretchenfrage" sprichwörtliche Berühmtheit erlangt hätte und meinte, dass diese Frage offenbar einen Nerv bei den Menschen treffe. Daran hänge die gesamte Lebenseinstellung eines Menschen. Brunner stellte fest, dass man die Frage nach dem Bekenntnis zum Glauben heute kaum mehr zu stellen wage, rufe sie doch Verlegenheit hervor und werde als peinlich und indiskret empfunden: "Ein persönliches Bekenntnis zum Glauben ist zum Tabu geworden, oft in der Familie und sogar in der Kirche." Laut Brunner gehört Mut zum Bekenntnis, denn man oute sich und gehe aus seiner Deckung heraus: "Das Bekenntnis zu Gott ist überaus wichtig, denn es macht uns fest."

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