Sanierungen und Sicherungen nötig
Straßensperre wegen "Zigeunerfelsen"

Nachdem der Zigeunerfelsen jetzt freigeschnitten ist, sieht man erst, welche gewaltige Felsformation sich neben der Bundesstraße auftürmt. Sie ist marode und muss gesichert werden. Bild: jp

Der marode Zigeunerfelsen bei St. Lampert ist Schuld an der erneuten Sperrung der B 299 zwischen Amberg und Neumarkt. Dort sind Sanierungen und Sicherungen nötig. Zwei Wochen sollen die Arbeiten dauern.

Kastl. Vor genau zweieinhalb Monaten wurde die B 299 zwischen St. Lampert an der Landkreisgrenze Neumarkt-Amberg und Pattershofen im Lauterachtal wegen Sanierungsarbeiten für drei Wochen gesperrt. Jetzt ist es wieder soweit: Ein Sachverständiger des Hochbauamts Amberg stellte fest, dass der sogenannte Schwarze Felsen kurz vor dem Parkplatz an der B 299 in Richtung Amberg marode ist und fachmännisch gesichert werden muss. Anfang der Woche starteten die Arbeiten. Die Firma HTB aus Kufstein übernimmt diese. Das Unternehmen hatte auch die Felsarbeiten bei Allersburg an der Lauterachtalstraße durchgeführt. Die Freischneide- und Fällungsarbeiten sind mittlerweile beendet. Der Felsen, der seit über 20 Jahren nicht mehr sichtbar war, liegt nun frei. Jetzt zeigen sich erst die Dimensionen, die der Felsen erreicht: Er ist rund 20 Meter hoch und 50 Meter breit.

Schutz für Straße

Die Firma kittet derzeit mit Spezial-Zement die Risse. Um die neue B 299 nicht zu beschädigen, liegt ein Fließ im Sanierungsbereich, das mit einer Schotterschicht als Schutz die Straße abdeckt. Im Anschluss entfernt ein Spezial-Schreitbagger die maroden Fels-Teile. Um den Felsen ranken sich zahlreiche Gerüchte. Im Volksmund wird er auch "Zigeunerfelsen" genannt. Beim Felsen hatte der Überlieferung nach im 19. Jahrhundert ein Vater ein Zigeunermädchen erschlagen, das ein Verhältnis mit einem jungen Mann aus Pattershofen hatte.

Erinnerung an König Max

In den Fels eingelassen ist eine Erinnerungstafel an Max I., den ersten König Bayerns. Er hatte in der Zeit von Napoleon um 1806 die neue Führung der damaligen Verbindung Neumarkt-Amberg auf seiner heutigen Trasse ab St. Lampert verfügt. Vorher hatte die Verbindung bei St. Lampert rechts abgezweigt und über die sogenannte Alte Straße bei der Kirche in Pfaffenhofen wieder in die Verbindung nach Amberg eingemündet.

Für die Sanierungs- und Sicherungsarbeiten sind zwei Wochen veranschlagt.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.