Schwerstbehinderter 14-Jähriger meistert sein Leben, auch als Top-Schwimmer
Ohne Arme in Gottes Hand

"Es ist unfassbar", schwärmt Wiebke Topf über den Mut und das Können ihres Sohnes beim Schwimmen. Obwohl der 14-Jährige keine Arme und ein verkürztes Bein hat, schafft er es durch geschickte Bewegungen seines Rumpfs und Beckens, sicher wie ein Fisch durchs Wasser zu pflügen. Josia ist Mitglied des C-Kaders der Schwimm-Nationalmannschaft. Bild: exb

"Wer nicht mehr an Wunder glaubt, muss mit uns schwimmen gehen." Das sagt Wiebke Topf voller Begeisterung über ihren Sohn Josia. Der 14-Jährige ist schwerstbehindert, hat keine Arme, bewegt sich aber im Wasser wendig und sicher wie ein Fisch.

Er ist Mitglied im C-Kader der paralympischen Nationalmannschaft und trat erst im Juli bei den Internationalen Deutschen Schwimmmeisterschaften für Menschen mit Behinderung in Berlin an. Doch neben seinem sportlichen Erfolg ist das größte Wunder Josias Einstellung zum Leben. Die ist nämlich trotz des vielen Leids, das er mit mehrfachen Operationen auch an seinen Beinen schon als Kind erfahren musste, unglaublich positiv. Unglaublich? Von wegen! Der Glaube ist das Stichwort im Leben des 14-Jährigen und seiner Eltern Wiebke und Hans-Georg Topf.

Glaube als Anker im Leben

Das Ehepaar aus Erlangen berichtete bei der überkonfessionellen Vereinigung Christen im Beruf, wie ihm und seinem Sohn Liebe und Vertrauen zu Gott über alle Schwierigkeiten hinweghelfen. "Lebenswertes Leben" lautete sein Vortrag vor rund 60 Zuhörern im Drahthammer Schlößl - gleichsam das Motto der Familie, um sämtliche Zweifel zu besiegen. Tatsächlich glaubt Wiebke Topf, dass der Allmächtige Josias Leben mit all seinen Einschränkungen für lebenswert gehalten hat. Er habe den Jungen so geschaffen und erwartet, dass die Eltern sein und ihr Schicksal annehmen. Die Mutter machte in ihrem mit zwei kurzen Filmen unterstützten Referat - sie zeigten den Buben heute und früher bei seinen Klinikaufenthalten, aber auch in der Schule und beim Sport - kein Hehl aus ihrer anfänglichen Verzweiflung.

Himmelszeichen per Post

Schon vor der Geburt, als Josias schwere Behinderung festgestellt wurde, habe sie Gott um ein Zeichen gebeten, ob sie bei dieser schwierigen Lebensentscheidung mit seiner Hilfe rechnen dürfe. Es kam nach ihrer Auskunft in Form einer Grußkarte mit einem Gebet, die der Erlangerin eine ihr völlig unbekannte Frau aus Österreich geschickt hatte. Die Worte, die der Text Gott in den Mund legte, hätten nicht persönlicher sein können, fand Wiebke Topf, die diese Karte noch heute in Ehren hält. Sie betrachtete sie als Antwort auf ihre Frage und fasste dadurch zusammen mit ihrem Mann den Mut, Josia nicht nur das Leben, sondern fortan ungeteilte Liebe zu schenken.

"Für Gott war es lebenswertes Leben", beschrieb Wiebke Topf den Grund ihres Entschlusses und betonte, dass jeder, "der sich von der Liebe Gottes berühren lässt", alle noch so schweren Aufgaben meistern könne. Bestes Beispiel: ihr Sohn. Josia sagt, dass ihm Jesus im Traum begegnet sei und versprochen habe, das Schicksal des Jungen vor seinen Vater zu bringen. Darauf vertraut der 14-Jährige nach Aussage seiner Mutter, ohne weitere Fragen zu stellen. "Er kann alles, weil er sich geliebt fühlt und dieses Backup hat", schilderte die Mutter, die ebenfalls fest auf diese "Zusage" des Herrn vertraut. Schließlich habe er nicht nur seine Arme, sondern sein ganzes Leben für uns Menschen hingegeben.

Er kann alles, weil er sich geliebt fühlt und dieses Backup hat.Wiebke Topf über ihren Sohn Josia und Gott


Wer nicht mehr an Wunder glaubt, muss mit uns schwimmen gehen.Wiebke Topf
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