30.03.2018 - 22:18 Uhr

Sechs Jahre Haft für 29-jährigen Amberger Pfundweise Marihuana verkauft

Der Handel mit knapp 13 Pfund Marihuana und kleineren Mengen Kokain war über 20 Wochen hinweg schwunghaft. Dafür wandert nun ein 29-Jähriger aus Amberg sechs Jahre hinter Gitter. Sein als Vermittler und Kundenwerber angeheuerter Freund (26) muss für knapp vier Jahre ins Gefängnis. Beiden wurde allerdings von der Großen Jugendstrafkammer des Amberger Landgerichts eine längerfristige Drogenentzugstherapie zugestanden.

von Autor HOUProfil

Die beiden in Amberger Rauschgiftskreisen einschlägig bekannten und vorbestraften Männer hatten im Zusammenwirken nahezu regelmäßig pfundweise Marihuana und dazu auch Kokain an zwei Heranwachsende verhökert, die aus dem nördlichen Landkreis nach Amberg anreisten und dort pro Pfund Cannabis 3300 Euro auf den Tisch blätterten. Dann zogen der heute 22-Jährige und sein nur um wenige Monate jüngerer Kumpel weiter, um das Marihuana auf Parkplätzen in Auerbach (Kreis Amberg-Sulzbach) an Abnehmer zu verhökern.

Die beiden Aufkäufer konnten nach dem siebentägigen Prozess aufatmen. Sie kamen mit jeweils zweijährigen Haftstrafen davon, die zu Bewährung ausgesetzt wurden. Die Richter entschlossen sich nur deshalb zu diesen Ahndungen, weil beide bereits bei der Polizei und dann auch vor Gericht umfangreiche Geständnisse abgelegt hatten.

Woher sie bei ihren zumindest sechs Einkäufen in Amberg jeweils 3300 Euro pro Pfund Marihuana hatten, blieb im Prozess unbeantwortet. Seine Ware hatte der Hauptbeschuldigte in einer alten Waschmaschine und in einer Garage gebunkert. Woher sie stammte, blieb im Prozess ebenfalls unklar.

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