28.06.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

SPD Kreisräte bei der Forstbetriebsgemeinschaft Amberg-Sulzbacher Holz gefragt in Fernost

-Sulzbach. (ads) Die Bewirtschaftung im Privatwald stand im Mittelpunkt eines Infogesprächs des SPD-Kreisverbands um Vorsitzenden Uwe Bergmann mit der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Amberg-Schnaittenbach im Hirschwald. FBG- Geschäftsführer Uli Hausmann und Matthias Kick, zuständig für Holz-ernte und -vertrieb, vermittelten umfassende Einblicke zur Bedeutung des Walds als Wirtschafts- und Erholungsraum.

SPD-Kreisvorsitzender Uwe Bergmann (vorne, Dritter von links), Bezirksrat Richard Gaßner (rechts), FBG-Bereichsleiter Matthias Kick (vorne, Fünfter von links), FBG-Geschäftsführer Uli Hausmann (Zweiter von rechts) und Mitglieder des SPD-Kreisvorstands vor einem Harvester, der bis zu 120 Festmeter Holz pro Tag produziert. Bild: ads
von Adele SchützProfil

Jeder zweite Quadratmeter im Landkreis sei Wald, sagte Hausmann: Amberg-Sulzbach sei damit das waldreichste Gebiet Bayerns. Die FBG (2100 Mitglieder) bewirtschafte mit 24 000 Hektar rund ein Drittel der Fläche. Hauptabnehmer seien große Sägewerke, die bis zu 90 Lkw-Ladungen pro Tag verarbeiten. Überrascht waren die Kreisräte, dass rund 90 Prozent des Holzes nach Fernost exportiert werden. "Die FGB erzielt mittlerweile einen Jahresumsatz von sechs Millionen Euro und beschäftigt acht Mitarbeiter", sagte Hausmann.

Forstwirt Matthias Kick, erklärte, dass für die FBG aber nicht nur Einschlag und Vermarktung zählten, sondern auch eine nachhaltige Waldpflege und die Schaffung von Erholungsmöglichkeiten. Im Jahr würden bis zu 30 000 neue Setzlinge gepflanzt. So wachsen in der FBG fünf bis sechs Festmeter Holz pro Hektar in einem Jahr nach - nur die Hälfte davon werde eingeschlagen. Stefan Ried, Maschinenführer auf einem der modernsten Harvester mit Stammhalter mit Stehend-Entnahme, demonstrierte eine Fällung. Kick verhehlte dabei nicht, dass bei den Bayerischen Staatsforsten die Zahl der Forstwirt-Ausbildungsplätze sehr zurückgegangen ist: "Ein moderner Harvester ersetzt vier Arbeiter."

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