23.03.2017 - 16:44 Uhr
Oberpfalz

Speicherkarte führt zum Bruchpiloten Drohnen-Havarist gefunden

Die beiden Fluggeräte, die sich in einer Baumkrone am Stadtgraben verfangen hatten, trugen zwar kein Kennzeichen. Den Hinweis auf ihren Eigentümer hatten sie aber dennoch mit an Bord.

Die beiden havarierten Drohnen.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Die Polizei ist fündig geworden. Nach der Drohnen-Havarie in der Baumallee hinter dem Maltesergebäude haben die Ermittler den Piloten ausfindig gemacht. Wie Polizeioberkommissar Stefan Amann am Donnerstag mitteilte, soll es sich um einen 28-jährigen Amberger handeln. Auf die Spur seien die Beamten dem Mann über die Bilder gekommen, die sie auf einer Speicherkarte fanden. Diese steckte in einer Kamera, die an einem der beiden Fluggeräte angebracht war.

Ordnungswidrigkeiten

Der 28-Jährige ist bereits vernommen worden und wieder im Besitz der beiden rund 1700 Euro teuren Drohnen. Die Übergabe erfolgte am Donnerstag mit einem Hinweis, "wie er sich zukünftig damit zu verhalten hat", erklärte Amann. Gegen mindestens zwei Regeln hat der Pilot wohl verstoßen: Er war zu nah am Segelflugplatz Rammertshof unterwegs (Mindestabstand 1,5 Kilometer) und er navigierte über Menschenansammlungen - dazu zählt der Stadtgraben und der Altstadtring. Somit stehen zwei Ordnungswidrigkeiten wegen Verstoßes gegen das Luftverkehrsgesetz zur Ahndung an. Dabei fallen die Knöllchen mit 300 bis 450 Euro recht hoch aus. Der Gebührenrahmen reicht im Extremfall sogar bis 50 000 Euro. Der Gesetzgeber definiert die Vorschriften für Drohnenflüge gerade neu. Die "Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten" soll im Sommer wirksam werden.

Zudem dürften die Kosten des Feuerwehreinsatzes auf den Drohnen-Mann zukommen. Laut Thomas Forster von der Amberger Feuerwehr dürfte der Betrag im konkreten Fall auf jeden Fall im Bereich bis zu 200 Euro liegen. Die kleine Drehleiter war im Einsatz. Für jede halbe Stunde berechnet die Feuerwehr 72,50 Euro. Dazu kommen Kosten für Personal und Anfahrt. "Das kann je nach Aufwand der Bergungsaktion natürlich stark variieren", sagte Forster.

Die Übergabe erfolgte mit einem Hinweis, wie er sich zukünftig damit zu verhalten hat.Polizeioberkommissar Stefan Amann
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