Staatsanwaltschaft ermittelt seit wenigen Wochen
Griff in Bergwacht-Kasse

Die hochspezialisierten, ehrenamtlichen Retter der Bergwacht (Symbolbild) genießen in der Öffentlichkeit hohes Ansehen. Es dürfte jetzt - was die Amberger Bereitschaft betrifft - einen Riss bekommen. Archivbild: Petra Hartl

Die dem Roten Kreuz angegliederten Bergretter genießen hohes Ansehen. Über der Amberger Bereitschaft sind jedoch dicke, dunkle Wolken von Unregelmäßigkeiten aufgezogen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Bei dem Bergfest der Retter Mitte des Monats rund um die Vereinshütte bei Freudenberg war nach außen hin alles wie immer: die Stimmung gelöst, geprägt von Geselligkeit und der Atmosphäre der Kameradschaft unter Menschen mit einem Hang zu den Bergen. Zwei Leute aus diesem Umfeld wussten, dass diese Idylle trügt.

Gegen "zwei Männer", so Oberstaatsanwalt Thomas Strohmeier, ermittelt sein Haus seit wenigen Wochen wegen finanzieller Unregelmäßigkeiten in einer beachtlichen Größenordnung. Es geht um mehr als 20 000 Euro aus der Bergwacht-Kasse, bezifferte Strohmeier die Tragweite der Vorwürfe. Über das bloße Stadium eines vagen Anfangverdachts nach einer entsprechenden Anzeige sind die polizeilichen Ermittlungen schon deutlich hinaus gekommen. "Einer der Beschuldigten ist geständig und hat 15 000 Euro zurückgezahlt", beschrieb Strohmeier die bisherigen Erkenntnisse.

Der andere Verdächtige habe hingegen von den Ermittlungsbeamten noch nicht vernommen werden können. "Er hat nun eine förmliche Vorladung bekommen." Strohmeier nannte keine Namen, gab jedoch deutlich zu verstehen, dass die Beschuldigten aus dem unmittelbaren Führungskreis der Bereitschaft kommen müssen, weil sie sonst wohl kaum Zugriff auf die Vereinskasse gehabt hätten.
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