28.12.2017 - 18:08 Uhr
Oberpfalz

Stadtmarketingverein präsentiert erste Ergebnisse des Markenfindungsprozesses Amberg mit Luft nach oben

Was ist Amberg? Was macht Amberg aus? Was macht die Stadt besonders? Diese Fragen hatte der Stadtmarketingverein Anfang November bei einem offenen Bürger-Dialog im Cineplex-Kino gestellt (www.onetz.de/1792615). Dem Aufruf, sich an der Diskussion zu beteiligen, waren damals 162 Personen gefolgt. Jetzt präsentiert das Stadtmarketing die ersten Antworten.

Luftkunst bildet die "Spitze des Eisbergs": Der Stadtmarketingverein hatte Bürger gefragt, was Amberg einzigartig macht.
von Uli Piehler Kontakt Profil

Einer der Taktgeber des Dialogs war Professor Joachim Vossen vom Institut für Stadt- und Regionalmanagement in München. Er betonte, wie wichtig es sei, eine Stadt wie Amberg mit einer starken Marke auszustatten. Die Teilnehmer des Diskussionsforums hatten die Aufgabe, die Frage zu beantworten, welche Themen Amberg dominieren und definieren. Dabei galt es, eine Pyramide aus fünf Bausteinen mit Begriffen zu füllen, die für die Stadt stehen, und diese in eine logische und sinnvolle Reihenfolge zu bringen.

Die beschrifteten Bausteine warfen die Gäste anonym in eine große Losbox. Mittlerweile ist die Aktion ausgewertet: Die Basis der Pyramide bildet laut einer Presse-Info des Stadtmarketingvereins das Thema "historische Altstadt". Dabei landeten Begriffe wie Altstadt, Historie, Geschichte, aber auch Marktplatz, Stadtmauer und Stadtbrille in dem Plexiglas-Behälter. Auch das "Amberger Ei" wurde genannt. Die zweite Stufe der Pyramide belegt das Thema "Bildung", wobei die zahlreichen Schulen ebenso angeführt wurden wie die Ostbayerische Technische Hochschule.

Alles rund um Luftkunst

Darauf aufbauend steht nach Ansicht der Beteiligten eine "Innovative Wirtschaft" für Amberg. "Dieses Thema ist sehr vielfältig zu betrachten und umfasst Bereiche wie Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen", erklärt Thomas Eichenseher, der Vorsitzende des Vereins. "Mehrmals genannt wurden in diesem Zusammenhang auch Schlagworte wie Fortschritt und Zukunftsorientierung." Auf der vierten Stufe der Markenpyramide wurde das Thema "Kunst und Kultur" platziert, welches auch die Bereiche Veranstaltungen sowie das Schlagwort Kreativität umfasst. Die Spitze der Pyramide bildet nach mehrheitlicher Meinung der Anwesenden das Thema Luftkunst. Dabei fielen Begriffe, wie Luftmuseum, Luftnacht oder Luftkunstort.

Workshops starten

"Diese Ergebnisse sind freilich nicht als Abschluss, sondern vielmehr als Auftakt des Markenentwicklungsprozesses zu sehen", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Im Zuge des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts soll das Thema ab Januar bei sogenannten Positionierungsworkshops unter der Leitung von Prossor Vossen intensiv behandelt werden.

Auch der Stadtmarketingverein will den Prozess begleiten. Er gründet zu jedem Themenbereich einen Aktionskreis, in dem Interessierte gemeinsam Ideen und Projekte entwickeln sollen. "Ziel ist es, die Markenpyramide mit Leben zu füllen, damit die einzelnen Punkte positiver und präsenter wahrgenommen werden", erklärt Eichenseher.

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