16.10.2017 - 20:00 Uhr
Oberpfalz

Stadtpfarrer von St. Martin offiziell in sein Amt eingeführt Ein überzeugter Teamplayer

Es durfte herzlich gelacht werden bei der offiziellen Amtseinführung des neuen Stadtpfarrers von St. Martin am Sonntagabend. Diesem, Thomas Helm, war das offensichtlich ganz recht. Denn der gestrenge Würdenträger, das scheint nicht sein Ding zu sein.

Beim Empfang im Foyer des ACC (von links): Dekan Markus Brunner, OB Michael Cerny, Pfarrer Thomas Helm, Pfarrvikar Pater Augustin Anthony, Kirchenpfleger Josef Beer, Landrat Richard Reisinger und Pfarrgemeinderatssprecherin Elisabeth Schaller. Bild: Wolfgang Steinbacher
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

Kirchenpfleger Josef Beer, der zum "Neuen", dem Nachfolger von Franz Meiler, auch schon ein sehr gutes Verhältnis pflegt, durfte die geladenen Gäste begrüßen und schon einmal feststellen, dass Thomas Helm und Franz Meiler einige Gemeinsamkeiten verbinden. "Unter anderem war bei Meilers Amtsantritt die damalige Pfarrsekretärin 62 Jahre alt, die jetzige ist es auch."

OB Michael Cerny erzählte, wie es nach dem Tod von Franz Meiler gewesen ist. Erst sei da die Trauer gewesen, dann seien aber sofort die Spekulationen angelaufen, wer denn der Nachfolger sein könne: "Die einen haben gesagt, er kommt aus Polen, die anderen, aus Indien - zuletzt war es dann einer aus Sulzbach." Aber einer, von dem nicht nur der erste Eindruck ein guter gewesen sei.

"Lassen Sie sich nicht gleich vom OB vereinnahmen", gab ihm Michael Cerny mit einem Augenzwinkern auf den Weg. Während Cerny Thomas Helm nur dienstlich kennt, konnte Landrat Richard Reisinger aus dem Nähkästchen plaudern. Schließlich waren er und Thomas Helm dereinst gemeinsam Hilfsmesner auf dem Sulzbacher Annaberg mit der Aufgabe, die letzten Trinker vor dem Gottesdienst zum Schweigen zu bringen. "Thomas Helm hat es in der Zwischenzeit zum Pfarrer geschafft - ich bin Hilfsmesner geblieben."

Alles in allem, sagte Reisinger mit Blick auf die Tatsache, dass inzwischen ein Fünftel der Seelsorger im Dekanatsbezirk Amberg-Ensdorf auf Sulzbach-Rosenberg stammt: "Sie sind ein weiteres und sympathisches trojanisches Pferd in Amberg." Große Freude herrschte auch bei Joachim von Kölichen, dem Pfarrer der evangelischen Paulanergemeinde, der sein Domizil nur einen Steinwurf entfernt von St. Martin hat. "Auch für uns ist heute ein Freudentag", sagte er zu seinem katholischen Kollegen.

"Es war die richtige Entscheidung, hierher zu kommen", zog Thomas Helm selbst ein erstes Fazit seiner bisherigen Wochen in Amberg. Seine Aufgabe hier sei es, die Kirche Stein für Stein aufzubauen. Als bunte, lebhafte Kirche. "Mir sind auch Partizipation und Demokratie wichtig", machte er deutlich. "Denn ich bin hier kein Einzelkämpfer, ich bin überzeugter Teamplayer."

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