07.04.2017 - 13:36 Uhr
Oberpfalz

Streit in Asylbewerberheim eskaliert [Aktualisierung] Mit Messer zugestochen

In der Asylbewerberunterkunft an der Kümmersbrucker Straße in Amberg ist es am Donnerstagabend zu einer Messerstecherei gekommen. Aus noch ungeklärten Gründen ist gegen 20.30 Uhr eine Gruppe von jungen Männern in einen Streit geraten, der schließlich eskalierte.

von Uli Piehler Kontakt Profil

Bei der Auseinandersetzung habe einer der Beteiligten ein Messer gezogen und einen Kontrahenten verletzt, erklärte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz auf Nachfrage. "Es handelt sich um Schnittverletzungen. Möglicherweise kommt auch ein Stich in Betracht." Details müssten die weiteren Untersuchungen zeigen.

Die Einsatzkräfte seien um 20.55 Uhr alarmiert worden. Das Opfer sei zu keiner Zeit in Lebensgefahr gewesen, sagte Kriminalhauptkommissar Armin Bock gegenüber Oberpfalz-Medien. Dennoch ermittele die Kriminalpolizei Amberg wegen versuchten Totschlags, da die Messer-Attacke "in einer Körperregion erfolgte, in der solche Verletzungen tödlich enden können".

Insgesamt waren sieben junge Männer an der Auseinandersetzung beteiligt: Ein 24-Jähriger, drei 21-Jährige und drei 19-Jährige. Das Opfer ist 21 Jahre alt. "Wobei wir noch ermitteln müssen, ob es bei der Messer-Attacke auch noch einen zweiten Geschädigten gibt." Die Vernehmungen gestalteten sich schwierig, weil die Aussagen von Dolmetschern übersetzt werden müssten. Deswegen könne die Polizei bislang auch nichts zur Ursache des Streits sagen.

Am Donnerstagabend war ein Großaufgebot von Polizeikräften im Einsatz. Hundeführer waren vor Ort. Mehrere Rettungswagen waren zu der Unterkunft - die in direkter Nachbarschaft zur Polizeiinspektion liegt - geeilt.

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