04.03.2018 - 13:36 Uhr

Tag der offenen Tür in der Wirtschaftsschule Schulleben als Baustelle

Neubau Wirtschaftsschule: An ihrem ersten Tag der offenen Tür im neuen Gebäude präsentiert die Schulgemeinschaft ihren Gästen lauter gute Botschaften.

Diana und Emily erleben am "Tag der offenen Tür" an der Wirtschaftsschule, dass Geld- und Warenkreisläufe nicht nur in der Theorie stattfinden, sondern auch ganz praktisch wirken können. Der Kuchen, den sie verkaufen, schmeckt jedenfalls sehr gut - und die Gewinne spenden sie für einen guten Zweck. Bilder: peg (2)
von Peter GeigerProfil

"Der Tag der offenen Tür war wie ein großes Familientreffen!" Brigitte Conchedda, die Leiterin der Wirtschaftsschule, ist sichtlich stolz auf die Premiere im weiß getünchten Neubau, in der Rückfront der Ziegelgasse: "Viele Ehemalige waren neugierig auf unsere neuen Räumlichkeiten. Und wohl auch darauf, welche ihrer Talente unsere derzeitigen Schüler präsentieren."

Neue Anmeldungen

Was die Oberstudiendirektorin aber ganz besonders freut: Auch sehr viele interessierte Eltern und Kinder, die noch nicht an der Wirtschaftsschule sind, schauten vorbei - um reinzuschnuppern, sich zu informieren und sich ein Bild zu machen, von der neuen Wirtschaftsschule. "Im Sekretariat gingen eine ganze Reihe von Anmeldungen ein. Das ist natürlich eine sehr gute Botschaft!"

Aber nicht nur die bauliche Architektur wird einer Revision unterzogen: Im vierten Jahr gilt mittlerweile der "Lehrplan Plus" - was bedeutet: Die praxisorientierte Unterrichtsgestaltung ist mittlerweile in den Abschlussklassen angelangt. Und altbekannte Fächer, die jahrelang den Jargon der Wirtschaftsschüler prägten wie "Bewe", "Rewe" oder "ÜFA" (also Betriebswirtschaft, Rechnungswesen und Übungsfirmenarbeit), sie sind verschwunden. An ihre Stelle ist "BSK" (Betriebliche Steuerung und Kontrolle) oder "ÜbU" (Übungsunternehmen) getreten.

Absolventen gesucht

Wie sehr im neuen Lehrplan das im Mittelpunkt steht, was "Kompetenzorientierung" genannt wird, beweisen die 8. Klassen mit ihrem Kuchenverkauf. Gemeinsam mit ihren Lehrerinnen Veronika Broser und Franziska Prüll entwarfen sie zunächst Bedarfspläne, kalkulierten die Preise und sorgten mit selbst gestalteten Werbeplakaten für optimales Marketing. Diana Karpenko aus der 8c ist ganz stolz: "Unsere Gewinne spenden wir für Projekte wie Flika oder das Gut Aiderbichl, wo kranken Tieren geholfen wird!" Der Weg zur Turnhalle, wo Musik und Tanz geboten wird, ist noch ein bisschen weiter. Und auch der "Talk in der Ziegelgasse", der immer im zweiten Stock des alten Gründerzeit-Gebäudes (es wird gerade generalsaniert) stattgefunden hatte, musste umziehen. Weshalb die vom stellvertretenden Schulleiter Günter Simmerl moderierte Veranstaltung nun ihre neue Heimat im Erdgeschoss des Neubaus gefunden hat. Oberbürgermeister Michael Cerny ist sichtlich zufrieden mit der Umgestaltung "seiner" Schule und erkennbar bemüht, Schülerfragen präzise und auf Augenhöhe zu beantworten. Er und die anderen Gäste auf dem Podium, DGB-Sprecher Helmut Fiedler sowie die Vertreterin der Arbeitsagentur, Manuela Janker, haben in Zeiten des langanhaltenden Wirtschaftsbooms gute Botschaften für die Schüler. Sie können den Worten von IHK-Geschäftsführer Johann Schmalzl nur beipflichten, der den stark exportorientierten Wirtschaftsstandort Amberg-Sulzbach lobt und feststellt: "Der Ausbildungsmarkt hat sich für Sie, die Absolventen, sehr positiv entwickelt: Im vergangenen Jahr konnten 211 Stellen nicht besetzt werden!"

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