08.04.2017 - 18:24 Uhr
Oberpfalz

Tödlicher Unfall auf der A 6 Rettungskräfte behindert - Polizei ermittelt gegen Autofahrer

Ein Autofahrer ist am Samstag, 17.25 Uhr, ungebremst in einen Sattelzug gerast und gestorben. Der 58 Jahre alte Mann aus dem Landkreis Hof saß alleine in seinem Fahrzeug und war auf der Autobahn 6 in Fahrtrichtung Tschechien unterwegs.

von Andrea Mußemann Kontakt Profil

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, waren drei Fahrzeuge zu diesem Zeitpunkt auf der linken Fahrspur mit hoher Geschwindigkeit zwischen den Anschlussstellen Amberg-Süd und Amberg-Ost unterwegs. Zeugenaussagen zufolge musste der Vordermann verkehrsbedingt bremsen. Auf Höhe der Ortschaft Ebermannsdorf wechselte der 58-Jährige aus dem Landkreis Hof nach Informationen der Verkehrspolizeiinspektion von der linken Fahrspur, wo er die beiden andere Autos vor sich hatte, auf die rechte. Dort krachte er in den Lastwagen. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu. Der 41-jährige Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Das schwere Gefährt war mit 15 Tonnen beladen, allerdings nicht mit Gefahrgut. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei bestand bei dem Unfall keinerlei Fremdeinwirkung. Neben Notärzten und Rettungskräften rückten die Feuerwehren aus Kümmersbruck, Haselmühl, Theuern und Ebermannsdorf aus. Auch das Technische Hilfswerk war vor Ort. Die Autobahn blieb bis um 21.45 Uhr komplett gesperrt.

Zur Klärung des genauen Unfallhergangs ordnete die Staatsanwaltschaft
Amberg die Zuziehung eines Sachverständigen an. Die Verkehrspolizei Amberg hat die Ermittlungen übernommen. Bei dem Unfall entstand ein Sachschaden von rund 20.000 Euro.

Bergungsmaßnahmen massiv behindert

Wie die Polizei am Sonntagabend mitteilte, kam es im Zuge der Bergung bei der Anfahrt der Rettungskräfte zu massiven Behinderungen, verursacht durch laut Polizeibericht "offensichtlich uneinsichtige Verkehrsteilnehmer". "So wurde nicht nur die Rettungsgasse blockiert, sondern auch auf der Autobahn verbotswidrig gewendet und gefährlicher Weise rückwärts gefahren", schreibt die Polizei. Die Verkehrspolizei Amberg habe umfangreiche Ermittlungen wegen Vergehen der Straßenverkehrsgefährdung und mehrfacher schwerwiegender Verkehrsordnungswidrigkeiten aufgenommen. Zeugen dieses rücksichtslosen Verhaltens, sowie eventuell gefährdete oder gar geschädigte Verkehrsteilnehmer werden gebeten, sich umgehend mit der Verkehrspolizeiinspektion Amberg unter der Rufnummer 09621 / 890 - 430 in Verbindung zu setzen.

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