07.09.2017 - 16:50 Uhr
Oberpfalz

Turmsanierung nach fünf Jahren fast abgeschlossen Himmlisches Ende

Knapp über fünf Jahre hat es gedauert, jetzt ist die Sanierung des Martinsturms fast zu Ende. Noch in diesem Monat wird sie abgeschlossen mit letzten Arbeiten an der Vilsseite des Amberger Wahrzeichens. Dort im unteren Bereich werden Teile des Mauerwerks seit dieser Woche so instandgesetzt wie zuvor schon am ganzen Turm. Dazu ist noch einmal ein etwa vier Meter hohes Gerüst auf dem Sockel entlang des Flusses aufgestellt worden, während alle anderen Gerüstteile ringsum mittlerweile abgebaut sind.

Martins Turm erstrahlt nun ohne Gerüst in himmlischem Glanz. Bild: Hartl
von Thomas Amann Kontakt Profil

Voraussichtlich bis Ende des Monats muss hier noch einmal handwerklich gearbeitet, jeder Sandsteinquader kontrolliert und gegebenenfalls ausgebessert werden, informierte St. Martins Kirchenpfleger Josef Beer. Am Turm hat das nach seiner Auskunft die Fachfirma Bauer-Bornemann gemacht, die nun auch diese letzten Handgriffe erledigt. Möglich sei das erst jetzt, am Ende aller anderen Arbeiten, weil zuvor das bis zum Boden und in die Vils reichende große Gerüst die Stellen am Sockel verdeckt und unzugänglich gemacht hatte. Aber nach insgesamt fünf Jahren und einem Monat Gesamtbauzeit seit August 2012 ist der Endspurt auch nur noch ein Klacks.

"Schade, dass unser Franz Meiler das nicht mehr erlebt hat", bedauerte Beer, zumal der Stadtpfarrer bei dieser und allen früheren Sanierungen der Basilika immer mit Leib und Seele dabei gewesen sei. Vor seiner erneuten Erkrankung und seinem Tod im April ging der Geistliche oft selbst mit aufs Gerüst, besichtigte die Baustelle und besuchte die fleißigen Steinmetze. Den Arbeitern brachte er übrigens gerne Wurstsemmeln oder Süßigkeiten mit und hielt sie so und mit ebenso herzlichen wie oft humorigen Sprüchen bei Laune.

Doch selbst wenn Franz Meiler nicht mehr auf Erden wandelt, wird er sich an anderer Stelle über den Abschluss der Arbeiten an "seinem" Martinsturm freuen. Jetzt schaut er ihn wohl nicht nur vom Gerüst, sondern von noch weiter oben an - und darf mit diesem Meilenstein auch seines Lebenswerks selig sein.

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