Über ein Viertel am Max-Reger-Gymnasium mit Eins vorm Komma
12 Jahre Abistrokatie bis zur Krönung

Oberstufenbetreuer Albert Kiener (links) und Schulleiter Wolfgang Wolters (rechts) freuten sich über die besten Absolventen des Max-Reger-Gymnasiums ganz besonders: (hintere Reihe von links) Judith Lehner (Notenschnitt 1,0), Nina Lehner (1,0), Lisa Saffert (1,2), Feodora Romahn (1,0) und Antonia Schlosser (1,5) sowie vorne von links Elisa Schuth (1,5), Annette Knab (1,0), Sophie Liebl (1,2), Bianca Demmler (1,5) und Selina Kopf (1,5). Bild: kge

Über ein Viertel der zum Abitur Angetretenen - 21 von 76 - hatte eine Eins vor dem Komma. Zehn junge Damen standen am Freitag als Jahrgangsbeste vor der AZ-Kamera. Sie hatten die Traumnoten 1,0 bis 1,5 erreicht.

Doch bevor sie ihr Zeugnis in Händen halten konnten, wurden im Kongregationssaal einige Reden gehalten. Oberbürgermeister Michael Cerny gab den Eltern den neckischen Rat, sich an ihrem Nachwuchs für die einst beschwerliche Kleinkinderzeit, in der sie oft nicht schlafen konnten, zu "rächen". Indem man die jungen Herrschaften um sieben Uhr weckt mit den Worten: "Ach, das habe ich ganz vergessen - du hast ja keine Schule mehr."

Der Appell des 2. Vorsitzenden des Elternbeirats, Dr. Horst Bachfischer, "Sie müssen immer der Stimme ihres Herzens folgen", stimmte die jungen Leute mit Zuversicht auf künftige Wege ein. "Glücksempfinden ist ein guter Maßstab dafür, dass Sie auf dem richtigen sind." Zwischen den vielen Worten durfte der passende musikalische Rahmen nicht fehlen, den die Q12 mit Vokalensemble und Jakob Prechtl am Klavier bestritten.

Mit den Stimmen von Zeremonienmeistern machten Sophie Liebl und Georg Weigert als Vertreter der Abiturienten ihrem Motto "Abistokratie" alle Ehre. In einem launigen Vortrag gaben sie dem Publikum einen kleinen Einblick in den Ablauf der letzten beiden Jahre. Den Bezug zur Aristokratie in der ursprünglichen Wortbedeutung "Herrschaft der Besten" nahm Schulleiter Wolfgang Wolters als Einleitung seiner Rede.

Er lobte die äußerst gelungene Abizeitung "... an Hermelin und Krone hätte ich mich auch im Alltag gewöhnen können". Den Adeligen werde ja blaues Blut nachgesagt, welches sich die jungen Leute "in den letzten Wochen wohl schon hineingefeiert haben", witzelte Wolters. Doch neben mancher Anekdote legte der Oberstudiendirektor seinen Absolventen vor allem die Werte Freiheit, Wahrheit und Vielfalt ans Herz: "Wehret dem Unrecht, wo es sich zeigt, und kehrt niemals der Not und dem Elend den Rücken."

Studienrätin Roswitha Hendlmeier vom Verein der Freunde des MRG verteilte Buchgutscheine zum Dank für hohes Engagement im Schulalltag. Sie gingen an Selina Klatt, Judith Lehner, Sophie Liebl, Jonas Dreßler, Josef Trummer und Michael Koller.

Anna-Lena Kruppa wurde für ihre beste Seminararbeit mit 30 Punkten - das entspricht der Note sehr gut - im Fach Physik von der Vertreterin der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) , Dr. Carolin Wagner, gewürdigt.
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