Übrige Anlagenteile halten Wärme aufrecht, kein Bewohner muss laut Chefs zittern
In zwei Seniorenheimen Heizung teilweise kaputt

Bild: Wilck

Zwei Seniorenheime in Amberg hat es eiskalt erwischt: Sowohl im Heilig-Geist-Stift an der Fleurystraße als auch bei der Diakonie an der Hellstraße sind Teile der Heizung ausgefallen. Während letztere Einrichtung das Problem, das hauptsächlich im Bereich betreutes Wohnen auftrat, schon behoben hat, kämpfte die Institution der Bürgerspitalstiftung noch bis Dienstag damit.

Doch die Führung beider Häuser versicherte am Dienstag, dass die Bewohner nicht frieren müssen beziehungsweise mussten. Vor allem Besucher in der Fleurystraße wollten das teilweise anders wahrgenommen haben und wandten sich deshalb an die AZ mit der Frage: Was ist los und wie lange dauert der Zustand an?

Bei diesem Wort fröstelte es Claudia Bucher, die Leiterin des Heilig-Geist-Stifts, im übertragenen Sinn. "Zustand" implizierte nach ihrer Auffassung etwas Negatives, würde gar schon suggerieren, dass die Senioren darunter "leiden" müssten. "Kommen Sie vorbei, schauen Sie sich's an, trinken wir eine Tasse Tee im Warmen", bot sie der AZ ebenso schmunzelnd wie ernst gemeint an. Denn die Temperatur in den Bewohnerzimmern betrage kommode 22 Grad, worauf man selbstverständlich geachtet habe. Nur in Nebenräumen und dem Saal liege sie darunter, die deswegen aber zuletzt auch nicht genutzt worden seien.

Außerdem hat das Heilig-Geist-Stift nach den Worten seiner Chefin sofort gehandelt, als zu Wochenbeginn einer der zwei Gasbrennkessel erneut kaputtging. Weil er schon Reparaturen hinter sich hat, werde er diesmal komplett ausgetauscht, was bis Mittwoch abgeschlossen sein soll. Die Bürgerspitalstiftung als Träger lasse sich das einiges kosten, obwohl sie jüngst erst rund 100 000 Euro für eine neue Küche locker gemacht habe.

Kessel Nummer zwei funktioniere aber - mit ihm könne der Heizbetrieb wie geschildert aufrechterhalten werden. "Deswegen gibt es ja zwei Kreisläufe", betonte Bucher, damit man beim Ausfall des einen auf den anderen weiter bauen könne. Auch in der Vergangenheit sei bei Problemen "immer nur einer ausgefallen gewesen".

Ähnlich stellte sich vor rund drei Wochen die Situation im Seniorenheim der Diakonie an der Hellstraße dar. Heimleiter Marcus Keil informierte, dass einer von insgesamt drei Boilern seinem Alter zum Opfer gefallen sei und innerhalb einer Woche ersetzt wurde. In dieser Zeit hätten im betreuten Wohnen drei Einheiten mit Behelfsheizungen auskommen müssen und auch die Pflegekräfte teilten die Tagesstruktur mit Wasserbedarf so ein, dass keiner kaltes Nass auf der Haut zu spüren bekam. "Ich bin froh, dass wir das gut hingebracht haben", resümierte Keil.
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