11.04.2018 - 14:48 Uhr
Oberpfalz

Vom Klinikum zur Gewerbebau an der Emailfabrikstraße Kinderwunschzentrum wird flügge

Dr. Jürgen Krieg ist froh, dass alles so gut funktioniert hat. "Puh, so einen Umzug möchte ich nicht noch einmal machen", sagt er und atmet auf, dass jetzt an der neuen Adresse des Kinderwunschzentrums alles an seinem Platz ist. Bislang war die Praxis von Krieg im Klinikum St. Marien untergebracht. Dort arbeitete er zunächst ab 1999 als Gynäkologe an der Frauenklinik, ehe er 2006 seine Praxis gründete, die seit 2011 die Genehmigung für In-vitro-Fertilisation (IvF), also künstliche Befruchtung, besitzt.

Dr. Jürgen Krieg (links) führt Interessierte durch die neuen Räume seines Kinderwunschzentrums in der Emailfabrikstraße. Bild: Hartl
von Kristina Sandig Kontakt Profil

Dass er jetzt vom Mariahilfbergweg 7 an die Emailfabrikstraße 15 gezogen ist, hat vor allem mit der räumlichen Größe zu tun. "Das Klinikum hätte mir nicht den Platz bieten können, den ich gebraucht hätte, vor allem für das Labor." Ein weiterer Vorteil nach dem Umzug: Die Parkplatz-Situation für seine Patienten ist besser als in der direkten Umgebung des Klinikums. Die Entscheidung für mehr Platz sei vor eineinhalb Jahren gefallen, erklärt der Mediziner. Durch Kontakte mit Karlheinz Brandelik, Geschäftsführer der Gewerbebau, ergab sich die Möglichkeit, dass das Kinderwunschzentrum Räume in dem Gebäude bezieht, in dem auch die Wirtschaftsförderung selbst untergebracht ist: im Haus mit der Anschrift Emailfabrikstraße 15.

Der Umzug hat reibungslos geklappt, insbesondere auch der "der Kinder", wie Krieg es formuliert. "Das war sehr aufregend." Denn das Kinderwunschzentrum hat auch eine Zulassung für Social Freezing. Das heißt: Dort befinden sich Eizellen, die konserviert werden. Diese werden zwar in Stickstoffcontainern sicher aufbewahrt, dennoch war der Umzug für Krieg und sein Team alles andere als Routine. "Wir haben die Container selbst verladen, damit ja nichts passiert, und sind ihnen nicht von der Seite gewichen", erklärt der Reproduktionsmediziner.

Eingelagert sind laut Krieg in diesen Containern "ein paar Hundert Eizellen", denen natürlich nichts passieren darf. "Deren Umzug hat mir am meisten Bauschschmerzen bereitet", gesteht er. Dem Fahrer des Transporters habe er gesagt, "dass er wahrscheinlich noch nie so viel potenzielles Leben gefahren hat wie jetzt". Eine Spezialfirma war nötig, um das Equipment der Praxis umzuziehen, darunter spezielle Brutkästen und die Gas-Warn-Anlage. Nach fünf Tagen war das ganze Labor in den neuen Räumen eingerichtet. Standen dem Kinderwunschzentrum früher am Mariahilfbergweg knapp 200 Quadratmeter Fläche zur Verfügung, so hat die Praxis jetzt 480 Quadratmeter. "Nach wie vor möchte ich die Klinik nicht missen", unterstreicht Krieg. Deshalb würden die Räumlichkeiten in St. Marien weiter genutzt, als gynäkologische Praxis mit angestellten Ärzten. "Somit bleibt die Verbindung zum Klinikum erhalten", sagt Jürgen Krieg.

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