02.02.2018 - 08:36 Uhr

Von Bahnhofsgarage zum Bürgerspitalgelände Tunnel-Vorschlag

Tja, der Bürger. Der hat Dieter Amann, dem altgedienten Stadtrat der SPD, keine Ruhe gelassen. Der Bürger wollte nämlich von ihm wissen, was es so kosten würde, wenn man tatsächlich einen Tunnel gräbt von der Bahnhofsgarage hin zur neuen Garage unter dem Bürgerspitalgelände und dem ehemaligen Forum. Und weil Dieter Amann jemand ist, der solche Fragen nicht lange unbeantwortet lässt, hat er sie am Montag im Stadtrat gestellt.

In der Bahnhofstraße soll die Einfahrt zu den geplanten Tiefgaragen entstehen. An der Beschlusslage ändert sich nichts. Bild: Steinbacher
von Andreas Ascherl Kontakt Profil

"Man sollte schon einmal sagen, was so etwas kosten würde", warf Amann in den Raum. Offenbar hatte Baureferent Markus Kühne mit exakt dieser Frage gerechnet und schon einmal grob überschlagen. Im zweistelligen Millionenbereich auf jeden Fall, so seine erste Hochrechnung. "Am Ende kostet die Zufahrt ein Vielfaches der Garage", nahm OB Michael Cerny eventuellen Befürwortern dieser Lösung vorsorglich den Wind aus den Segeln. Charmant sei die Idee durchaus, äußerte hingegen Markus Kühne - theoretische - Sympathien. Wäre die Bahnhofstraße nicht so breit, so seine Theorie, könnten sogar alle Keller an diesem Tunnel kurzerhand in private Tiefgaragen umgewidmet werden. Dem OB hingegen schmeckt diese Diskussion - wie alle, die sich um das Thema Tiefgarage drehen - inzwischen überhaupt nicht mehr. "Warum stellen wir am Ende wieder alles in Zweifel", fragte er das Gremium. "Ich frage doch nur, weil die Bürger fragen", bekam er von Dieter Amann zur Antwort.

Und für CSU-Fraktionschef Dieter Mußemann besteht angesichts eines Leserbriefs in der Amberger Zeitung noch lange keine Veranlassung, die Planungen neu zu fassen. "Jetzt reden wir von einem kleinen Loch, das wir graben werden, dann würden wir aber ein paar Hundert Meter langes buddeln", so sagte er. Im Übrigen sei die Tunnellösung eine uralte Idee seiner Fraktionskollegin Barbara Lanzinger, die vor Jahren schon ad acta gelegt worden sei.

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