06.05.2018 - 16:44 Uhr
Oberpfalz

Wachfest bei der Amberger Feuerwehr Spektrum der Einsätze wächst

Die Politik kann für öffentliche Anerkennung und nötige Einsatzmittel sorgen. Aber wie können die Bürger einer Stadt einer Freiwilligen Feuerwehr ihre Wertschätzung zeigen? Das fragt sich OB Michael Cerny und hat eine einfache Antwort.

von Michael Zeissner Kontakt Profil

Die Amberger können das Wachfest der Feuerwehr besuchen und so demonstrieren, dass auch sie für jene Frauen und Männer da sind, die rund um die Uhr für alle anderen da sind. Mit diesem Gedanken scheint der Oberbürgermeister nicht falsch zu liegen. Seit 38 Jahren. Das Fest rund um die Feuerwache am Schießstätteweg war einmal mehr bereits um die Mittagszeit, als der gesellige Charakter noch nicht im Mittelpunkt stand, gut besucht.

In einem kurzen feierlichen Akt erhielten drei neue Einsatzmittel-Einheiten im Gesamtwert von rund 885 000 Euro (siehe Kasten) den obligatorischen kirchlichen Segen. Schwerpunktmäßig sind sie für Gefahrgut- und Katastropheneinsätze ausgerüstet. Zum Teil wurden die Fahrzeuge, respektive deren Ausstattung, erheblich vom Bund wie dem Freistaat mitfinanziert.

Davon, so Stadtbrandrat Bernhard Strobl, profitiere die Amberger Wehr in vielerlei Hinsicht. So sei ein entsprechend ausgestattetes neues Löschgruppen-Fahrzeug (LF-KatS) im Wert von 235 000 Euro komplett vom Bund gezahlt worden, stehe Amberg aber voll zur Verfügung, wenn es nicht andernorts benötigt werde. Besonders die hohe Geländegängigkeit dieses Fahrzeugs für neun Mann bedeute eine wichtige Ausweitung des Einsatzspektrums.

Nach dem Akt der offiziellen Indienststellung des neuen Geräts bestimmten eher gesellige und unterhaltsame Aspekte das Geschehen rund um die Feuerwache. Neben einigen Demonstrations-Vorführungen aus dem Gefahrgut-Bereich gab es Kettcar-Fahren, eine Hüpfburg, Kinderschminken und Rundfahrten für Kinder in der Drehleiter oder einem Einsatzfahrzeug. Freiwillige Spenden dafür flossen in den Topf der momentan in der Region laufenden Hilfsaktion für den schwerkranken Basti.

Neues Gerät

Vom Bund bezahlt

Speziell auf die Bedürfnisse von Katastrophenschutz-Einsätzen ist das neue Löschgruppen-Fahrzeug LF-KatS abgestimmt. Die Besatzung liegt bei neun Mann, der 13-Tonner ist voll geländegängig, hat 1000 Liter Wasser dabei und Spezialgerät, darunter auch Abdichtsysteme. Das 235 000 Euro teure Fahrzeug zahlte der Bund.

Rüstwagen

Der Vorgänger hatte 28 Jahre auf dem Buckel. Der neue Rüstwagen der Amberger Wehr hat bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 16 Tonnen viel "schweres Geät" an Bord. Die nötige Besatzung liegt bei drei Mann, die im Bedarfsfall unter anderem mit einem leistungsstarken Lichtmasten, Abstützsystemen, Hebekissen, einer Rettungsplattform und einem Plasmaschneidegerät anrücken. Das Gesamtsystem kostete 380 000 Euro, 140 000 Euro zahlte der Freistaat, 240 000 Euro muss die Stadt aufbringen.

Rollcontainer Gefahrgut

Nicht selbstfahrend ist ein neuer Abrollbehälter-Gefahrgut. Er stellt mithin eine Wechselbrücke für ein flexibel einsetzbares Fahrzeug dar. Ausgelegt ist die Ausstattung auf Gefahrgut unterschiedlicher Klassen. Diese Einheit schlug mit 270 000 Euro Anschaffungskosten zu Buche, 190 000 Euro übernahm der Freistaat, da Amberg zu den oberpfalzweit vier Einsatzstandorten für Gefahrgutunfälle gehört.

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