16.06.2017 - 12:33 Uhr
Oberpfalz

Wie sich die Stadt verändert Amberg heute und damals

Die Altstadt von Amberg hat sich im Laufe der Jahrzehnte stark verändert. Das Stadtarchiv hat seine Schubladen für die Amberger Zeitung geöffnet und uns Bilder der Bahnhofstraße und Unteren Nabburger Straße zur Verfügung gestellt. Gehen Sie mit uns auf eine Zeitreise.

Die Bahnhofstraße damals und heute: Ende der 1950er Jahre herrschte hier reges Treiben.
von Stephanie Wilcke Kontakt Profil

Die Untere Nabburger Straße mit Blick auf den Hallplatz

Na, hätten Sie erkannt, wo sich dieser Platz in Amberg befindet? Wir haben sehr lange im Stadtarchiv gekramt, um diese Aufnahme der Unteren Nabburger Straße mit Blick auf den Hallplatz zu finden. Das Foto dürfte vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs entstanden sein. Damals hieß die Adresse der Unteren Nabburger Straße 1 übrigens anders: nämlich C20.

Das C stand für Martinsviertel und die Hausnummer 20. Hier verkaufte Hans Wimmer sein Mehl. In der Bildmitte ist das Gebäude Hallplatz 4 zu sehen. Jahrzehnte später wird hier die Stadtsparkasse einziehen. Gegenüber des Mehlladens von Hans Wimmer war damals wie heute ein Hutgeschäft untergebracht.

Bahnhofstraße mit Blick auf den Mariahilfberg

Dieses Foto der Bahnhofstraße in Richtung Mariahilfberg ist wohl Ende der 1950er Jahre entstanden. Zu erkennen ist das unter anderem auch an dem historischen VW-Bus am linken Straßenrand. Im Zentrum des Bildes ist der damalige Amberger Bahnhof zu sehen. 1962 wurde er abgerissen. Über der Szene thront die Wallfahrtskirche Maria Hilf. Auf der rechten Seite der Bahnhofstraße mit den Hausnummern 10 bis 12 ist das „Haus der täglichen Bedarfsmittel“ – kurz Storg zu sehen. Das Geschäft gehörte dem Kaufmann Heinrich Storg. Gegenüber hilft Hans Seifert als Tapezierermeister mit seinem Möbelgeschäft, wenn die Amberger ihr Heim renovieren wollen.

Die Bahnhofstraße mit dem Gasthaus Auf der Wart

Diese Aufnahme dürfte aus der Zeit kurz vor der Machtübernahme der Nationalsozialisten stammen. Links ist das Gasthaus Auf der Wart zu erkennen. Heute finden die Amberger dort eine Apotheke. Während der NS-Zeit wurde aus dem Gasthaus ein Parteilokal der SA. Die Bahnhofstraße wurde dann umgetauft in Ritter-von-Epp-Straße.
Davor verkaufte gegenüber aber Lisette Schricker in ihrem Geschäft Wolle. Wenige Jahre später, so ist es im Adressbuch der Stadt von 1935 zu lesen, zog Lisette Schricker mit ihrem Geschäft weiter. Sie war dann in der Spitalgasse zu finden.

Untere Nabburger Straße mitten zur Zeit des Wirtschaftswunders

Heute wirkt die Untere Nabburger Straße etwas leer im Vergleich zur Zeit des Wirtschaftswunders. Aus dieser Epoche dürfte die Aufnahme links stammen. Im Baualtersplan der Stadt Amberg wird für die Hausnummer 42 (gelbfarbener Bau) notiert: „Erhaltenswert, da der Giebelbau den Abschluss der Straße bildet“.
Im Amberger Adressbuch von 1954 ist darin Anna Hopfner als Geschäftsinhaberin verzeichnet. Daneben in der Hausnummer 40 gab es bei Franziska Reber Feinkost und Kolonialwaren zu kaufen. Übrigens führt die Straße vor der Szene nach links in die Militärspitalgasse, wo bald das neue Stadtarchiv entstehen wird.

Die Stadt verändert sich: Sie haben eine Geschichte zu den historischen Aufnahmen? Erzählen Sie uns davon per E-Mail an redaz[at]oberpfalzmedien[dot]de.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.